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Deutsche Telekom: "Verdienen nicht genug für den Ausbau für Milliarden GByte"

Die Deutsche Telekom und Vodafone klagen über die hohen Kosten durch mehr Datenvolumen für den Netzausbau. Die Inhalteanbieter sollten daran beteiligt werden, oder die Nutzer müssten zahlen.
/ Achim Sawall
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Das Panel zur Netzneutralität auf den Medientagen München (Bild: Medientage München)
Das Panel zur Netzneutralität auf den Medientagen München Bild: Medientage München

Die Deutsche Telekom verdient angeblich nicht genug, um den Netzausbau zu finanzieren. Das hat Wolfgang Kopf (PDF)(öffnet im neuen Fenster), Leiter Politik und Regulierung der Telekom, auf den Medientagen München erklärt. Die Telekommunikationsbranche habe im Jahr 2007 in Deutschland 66,3 Milliarden Euro umgesetzt, im Jahr 2013 seien es nur noch knapp 60 Milliarden Euro gewesen, betonte er.

Bei sinkenden Umsätzen nehme das Datenvolumen in den vergangenen Jahren extrem zu: von 1,8 Milliarde GByte im Jahr 2007 auf 5,2 Milliarden im Jahr 2013. Kopf: "Wir verdienen nicht das Geld, um den Ausbau für diesen Datentransport zu finanzieren."

Christoph Clément, Director Legal and Regulatory bei der Geschäftsleitung Vodafone Deutschland, stimmte Kopf zu. Er gab an, dass das Unternehmen jedes Jahr Milliarden in den Netzausbau investiere. Wenn diese Kosten nicht dem Endverbraucher aufgebürdet werden sollten, müssten sich die Inhalteanbieter daran beteiligen. Diesen nutze der Ausbau der Infrastruktur. "Die Wertschöpfung", sagte Clement, "landet bei dieser Industrie."

Eine Forderung, die Conrad Albert, Vorstand Legal Distribution Regulatory Affairs bei ProSiebenSat.1 Media, zurückwies. "Das ist ja so, als ob der Händler am Obststand nicht nur vom Käufer Geld verlangt, sondern auch vom Obstbauern." Die Inhalteindustrie sei der falsche Ansprechpartner, die Bundesregierung müsse Steuergelder für den Netzausbau einsetzen.

Die Netzbetreiber setzen sich für eine Abschaffung der Netzneutralität ein: Für die Datendurchleitung bestimmter Services müssten Gebühren erhoben werden. Die Telekommunikationskonzerne kündigten an, gerade im Business-to-Business-Bereich schon bald unterschiedliche Qualitäts- und Preisklassen einzuführen. Dies sei für das Internet der Dinge unvermeidbar, sagte Clément. "Wenn es auch künftig heißt, ein Bit ist ein Bit ist ein Bit, dann wird das Internet 4.0 nicht funktionieren."


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