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Deutsche Telekom: Vectoring für weitere 503.500 Haushalte verfügbar

Vectoring geht wieder ein großes Stück voran. Im Laufe des Jahres wird die Telekom auch die Super-Vectoring-Technik in den Nahbereichen einführen.
/ Achim Sawall
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Vectoring-Ausrüstung wird installiert. (Bild: Deutsche Telekom)
Vectoring-Ausrüstung wird installiert. Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal 2018 zusätzlich 1.060 Nahbereiche mit Vectoring ausgebaut. Das gab das Unternehmen am 5. Oktober 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Rund 503.500 Haushalte können die Zugänge nutzen.

Zunächst erfolgt der Ausbau von Anschlüssen im ländlichen Raum, in Städten und Kommunen wie Augustdorf, Braunsbedra, Geislingen an der Steige und Wesselburen. Zum Teil sind noch nicht alle Anschlussbereiche in einem Ortsnetz migriert.

Die Telekom wird bis Ende 2020 rund 7.200 Nahbereiche in Deutschland mit Vectoring versorgen, 2.000 sind bereits umgestellt. Das entspricht 896.600 Haushalten.

"Der Ausbau der Nahbereiche ist ein zentraler Baustein in unserer Breitbandstrategie. Die großen Städte werden in weiteren Schritten folgen" , sagte Telekom-Deutschland-Technikchef Walter Goldenits. "Im Laufe des Jahres wird die Telekom dann auch die Super-Vectoring Technik in den Nahbereichen einführen. Damit werden Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich sein."

Der Nahbereich umfasst eine Betriebsstelle, die dazugehörigen Kabelverzweiger und die damit verbundenen Kundenanschlüsse. Räumlich ist er begrenzt auf eine maximale Kabellänge von 550 Metern zwischen Kabelverzweiger und Betriebsstelle.

Der Nahbereichs-Umbau erfolge in den drei Phasen Umstellung auf IP-Technologie, Technik-Rollout und technische Migration. Bei der Umstellung der Kundenanschlüsse auf IP werden alle VDSL-Kundenanschlüsse (Very High Speed Digital Subscriber Line) von analogen Bestandteilen wie Splitter, PSTN (Public Switched Telephone Network) oder ISDN (Integrated Services Digital Network) befreit.

Beim Technik-Rollout wird der bislang passive Kabelverzweiger mit neuen Multifunktionsgehäusen überbaut. Die größeren Gehäuse bieten Platz für die aktive Outdoor-Technik, die neuen MSAN, die mit Glasfaserkabel versorgt werden. Dadurch besteht eine direkte Glasfaserverbindung zwischen ihnen, der Betriebsstelle und dem nächsthöheren Netzelement, dem Broadband Network Gateway, kurz BNG. Durch das BNG ist nun Plug-and-Play der Endgeräte möglich.

Bei der technischen Migration werden alle Kundenanschlüsse eines Nahbereichs zugleich an die MSAN angeschlossen. Damit ist die Migration des Nahbereichs beendet.

Vectoring benötigt aktive Technik in den Verteilerschränken . Jeder Schrank braucht eine Leistung zwischen 500 und 1.000 Watt. Im Vergleich dazu benötigen durchgehende Glasfaserleitungen bis in die Gebäude deutlich weniger Strom.


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