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Deutsche Telekom: VDSL bis auf Ausnahmen mit Glasfaser am grauen Kasten

Bindet die Telekom VDSL-Kunden wirklich immer bis zum Bordstein mit Glasfaser an? Golem.de hat nachgefragt und uns wurde bestätigt, dass es nicht immer so ist. Es gibt Sonderfälle.
/ Achim Sawall
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Grafik zu VDSL (Bild: Deutsche Telekom)
Grafik zu VDSL Bild: Deutsche Telekom

VDSL wird von der Deutschen Telekom in aller Regel mit mit Glasfaser versorgten Multifunktionsgehäusen (MFG) produziert. "Es gibt wenige Ausnahmen, die aber Sonderfälle darstellen", sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter. Golem.de-Leser hatten immer wieder angemahnt, dass VDSL nicht automatisch bedeute, dass Glas am Multifunktionsgehäuse anliegt.

Der Kabelverzweiger (KVz) ist der passive Schaltschrank zur Kabelverteilung, der Telekom-Hauptkabel mit Verzweigungskabeln verbindet. Sie beinhalten keine aktive Technik und ermöglichen lediglich die Bereitstellung von DSL-Produkten.

Beim VDSL-Ausbau der Telekom wird zu den bisher passiven Kabelverzweigern eine Glasfaseranbindung und eine Stromversorgung gebaut und das Gehäuse vom bisherigen KVz durch ein größeres Multifunktionsgehäuse ersetzt. Darin wird dann auch aktive Technik untergebracht, die beispielsweise VDSL oder Vectoring möglich macht.

Konkurrenten kritisieren die Telekom

Für den Vectoringausbau ist die Verlegung von Glasfaserkabeln notwendig. Auch hier werden die Technikgehäuse am Straßenrand mit den zentralen Vermittlungsstellen über Glasfaser verbunden und die Glasfaser somit deutlich näher an die Kundenhaushalte gebracht.

"Je kleiner der Anteil der Kupferleitung ist, desto weniger werden die möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten durch Störungen oder Dämpfung des Signals reduziert", räumte Hafenrichter ein. In den vergangenen fünf Jahren wurden von der Telekom über 120.000 Kilometer Glasfaser neu verlegt. Pro Jahr kommen 30.000 Kilometer hinzu.

Peter Paul Poch, Beirat des Netzbetreibers DNS:NET und zuständig für Regulierung, sagte Golem.de im Mai 2016 dagegen: "In ihrem Vectoring-Ausbau erschließt die Telekom nur rund jeden dritten Kabelverzweiger direkt mit Glasfaser. Die anderen werden via Kupfer angebunden beziehungsweise verlängert." Das ergebe wesentlich schlechtere Bandbreiten für den Endverbraucher.


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