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Deutsche Telekom: Van Damme fordert staatliche Förderung für Netzausbau

Um schnelles Internet auch in abgelegene Regionen zu bringen, seien staatliche Finanzhilfen notwendig. Das hat Niek Jan van Damme, Chef der Deutschen Telekom , in einem Interview gesagt. Alternativ könnten kleine abgelegene Orte per Mobilfunk versorgt werden.
/ Werner Pluta , dpa
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Niek Jan van Damme (2013): kein Geschäftsmodell für Breitbandfestnetz in entlegenen kleinen Dörfern (Bild: Sean Gallup/Getty Imagesty Images)
Niek Jan van Damme (2013): kein Geschäftsmodell für Breitbandfestnetz in entlegenen kleinen Dörfern Bild: Sean Gallup/Getty Imagesty Images

Finanzielle Hilfe für den Ausbau der Breitbandnetze fordert Niek Jan van Damme, Chef von Telekom Deutschland. Der schwierige Netzausbau in ländlichen Regionen werde ohne öffentliche Fördermittel nicht funktionieren, sagte van Damme der Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) . "Es gibt kein Geschäftsmodell dafür, wie entlegene kleine Dörfer mit 50 Megabit über das Festnetz erschlossen werden können."

Verkehrs- und Infrastrukturminister Alexander Dobrindt hatte bereits im Frühjahr bei der Gründung der Netzallianz Finanzhilfe für ein flächendeckendes schnelles Internet in Deutschland in Aussicht gestellt. Der CSU-Politiker dachte dabei jedoch nicht an direkte Subventionen. Stattdessen sollen die Einnahmen aus der Funkfrequenzversteigerung an die Telekommunikationsunternehmen zurückfließen . Damit soll der Breitbandausbau finanziert werden.

Bis 2018 sollen nach dem Willen der schwarz-roten Bundesregierung auch Nutzern in abgelegeneren Regionen Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu Verfügung stehen. Ohne Förderung dürfte es jedoch schwierig sein, die letzten zwei bis drei Prozent der Haushalte zu erreichen. Das werde "vermutlich nur über den Mobilfunk zu realisieren sein" , erklärte van Damme.


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