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Deutsche Telekom: Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

Die Telekom macht nach Berichten über Kündigungsdrohungen gegen PSTN/ISDN-Anschlussinhaber einen Rückzieher. Vor 2017 werde, "bis auf einige wenige Ausnahmen" , nicht zu Kündigungen wegen VoIP -Verweigerung gegriffen.
/ Achim Sawall
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Ingo Hofacker auf dem Cloud Tag 2012 (Bild: Telekom)
Ingo Hofacker auf dem Cloud Tag 2012 Bild: Telekom

Das Ultimatum der Deutschen Telekom, die Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden, soll bis auf Ausnahmen erst in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Das sagte Ingo Hofacker, Leiter Privatkundenmarketing, dem Onlinemagazin Teltarif.de(öffnet im neuen Fenster) : "Vor 2017 werden wir - bis auf einige wenige Ausnahmen - nicht zu Kündigungen greifen müssen."

Eine Pflicht für DSL-Kunden, den Anschluss zu wechseln, gebe es nicht. Kunden sollten sich auch nicht von Vertriebsmitarbeitern der Telekom verunsichern lassen, sagte Hofacker. So liegen Teltarif.de Informationen vor, nach denen ein Telekom-Kunde eine Störung mit seinem analogen Anschluss meldete und ihm erklärt wurde, er könne nur Hilfe bekommen, indem sein Zugang auf All-IP umgestellt werde.

Von dem Ultimatum der Telekom, die Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden, sind 300.000 Kunden betroffen. Das hatte Hofacker im September 2014 Golem.de erklärt . Wir hatten am 23. September 2014 berichtet, dass die Telekom damit begonnen habe, die VoIP-Umstellung in den 54 Städten, in denen zuerst VDSL angeboten wurde, mit Kündigungsdrohungen durchzusetzen. Angeschrieben würden nur Kunden, deren Vertrag in einigen Monaten auslaufe und die einen PSTN/ISDN-Anschluss hätten.

Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres 2018 das gesamte Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen. Derzeit sei dies bei rund 3,5 Millionen Kunden abgeschlossen, jede Woche kämen rund 60.000 hinzu.


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