Deutsche Telekom: Umstellung auf VoIP oder Kündigung

Die Telekom stellt die Inhaber von Festnetzanschlüssen vor die Entscheidung, auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden. Einer Verbraucherzentrale liegen Schreiben an die Kunden dazu vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Niek Jan van Damme
Niek Jan van Damme (Bild: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Die Deutsche Telekom stellt ihre Festnetzkunden vor die Wahl, bei der Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden. Das berichtet die Verbraucherzentrale Sachsen am 23. September 2014, der Anschreiben der Telekom an ihre Kunden vorliegen. Die Angeschriebenen müssten sich für neue Tarife entscheiden, andernfalls würde die Telekom in absehbarer Zeit den Anschluss kündigen.

Stellenmarkt
  1. Software-Entwicklerin / Software-Entwickler Visual C/C++ (m/w/d)
    Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH, Mönchengladbach
  2. SAP Projektleiter (m/w/x) - Schwerpunkt Produktion & Logistik
    über duerenhoff GmbH, Raum München
Detailsuche

Der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, hatte im Februar 2014 über die Zeitplanung zum Umstieg auf All-IP gesprochen. In Deutschland seien bis zu dem Datum rund 2,1 Millionen Kundenanschlüsse auf IP umgestellt worden. "2014 wollen wir diese Anzahl von Anschlüssen mehr als verdoppeln - und das im laufenden Betrieb", sagte van Damme. "Unser ambitioniertes Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 2018 unser gesamtes Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen." Zuvor war das Jahr 2016 als Ziel für die Umstellung genannt worden.

Dem Kunden würden so besserer Service, verkürzte Produkteinführungszeiten und ein schnelleres Netz mit weniger Latenz geboten, so van Damme. Für den Konzern ist der Betrieb eines All-IP-Netzes erheblich kostengünstiger.

Der Nutzer ist damit jedoch auch beim Telefonieren von einem funktionierenden DSL-Zugang abhängig. "So wie jedem Nutzer kurzfristige Ausfälle des Internets vertraut sein dürften, muss man mit derartigen Störungen dann auch bei einem IP-basierten Telefonanschluss rechnen", sagte Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. All dies bekommen derzeit besonders die Telekom-Kunden zu spüren. Unter anderem im Online-Service-Forum der Telekom beschwert sich eine beachtliche Zahl von Nutzern über wiederkehrende, teils mehrstündliche Ausfälle ihres Festnetztelefons. Wer weiterhin ein Festnetztelefon benötigt, werde allerdings kaum an der Technik vorbeikommen und daher deren Nachteile in Kauf nehmen müssen. Juristisch lasse sich nach Ansicht von Henschler gegen gelegentliche kürzere Störungen kaum etwas unternehmen.

Nachtrag vom 23. September 2014, 15:36 Uhr

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security: virtueller Drei-Tage-Workshop
    29.06.-01.07.2022, Virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.05.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ein Telekom-Sprecher sagte Golem.de, dass reine Telefonie-Kunden nicht betroffen seien. Die Kunden, die hier angeschrieben würden, seien in den 54 Städten, in denen zuerst VDSL angeboten worden sei. Angeschrieben würden auch nur Kunden, deren Vertrag in einigen Monaten auslaufe. In den Schreiben sei "ausdrücklich von Kündigung die Rede, weil die alte Leistung so nicht mehr angeboten werden kann."

Die Telekom wolle keinen Kunden verlieren, ein Teil der Nutzer würde mit dem neuen Vertrag auch Geld sparen, erklärte der Sprecher.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ArtieM 08. Dez 2014

Ein Freund empfahl mir Fax Email als Faxversand Möglichkeit zu verwenden. Ich habe...

H.W.J.J.SCHUMACHER 21. Nov 2014

HEY LEUTE HABT IHR DENN GAR NIX BEGRIFFEN ALLES WAS DIE SAGEN STIMMT ZWAR AAABER WENN...

oBsRVr666 30. Sep 2014

http://i.imgur.com/0kj5Kzc.jpg

berritorre 29. Sep 2014

Sage ja nicht, dass das alles so sein muss. Aber wenn ich 50-100 Leute habe die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Halbleiter & SMIC
Chip-Nachfrage für Smartphones und PC fällt "wie ein Stein"

Chinesische Kunden von SMIC haben volle Lager und ordern weniger Chips. Andere Halbleiter sollen den Einbruch auffangen.

Halbleiter & SMIC: Chip-Nachfrage für Smartphones und PC fällt wie ein Stein
Artikel
  1. Google: Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren
    Google
    Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren

    Die zahlreichen Drohungen der russischen Zensurbehörde zur Blockade von Youtube werden wohl nicht umgesetzt. Die Auswirkungen wären zu stark.

  2. Arclight Rumble: Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!
    Arclight Rumble
    Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!

    Golem.de hat es gespielt: Arclight Rumble entpuppt sich als gelungenes Mobile Game - aber wie ein echtes Warcraft fühlt es sich nicht an.
    Von Peter Steinlechner

  3. Biontech: Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen
    Biontech
    Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen

    In Mainz ist Biontech beheimatet, was die Steuereinnahmen explodieren lässt. Mit dem Geld wird nun ein 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Azubis finanziert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /