Deutsche Telekom: Über 1.000 Mobilfunkstandorte hängen in Bürokratie fest

Telekom-Chef Tim Höttges beklagt lange Wartezeiten bei Verfahren für den Mobilfunkausbau. In einem Fall werde der Bauantrag seit drei Jahren hin- und hergeschoben.

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Nicht immer einfach: Ausbau der Deutsche Funkturm
Nicht immer einfach: Ausbau der Deutsche Funkturm (Bild: Deutsche Funkturm)

Die Deutsche Telekom wartet bei über 1.000 Mobilfunkstandorten auf Genehmigungen. Das sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 9. Mai 2019 in der Telefonkonferenz mit Analysten zu den Ergebnissen des 1. Quartals. "In einem Fall wird unser Bauantrag seit drei Jahren hin- und hergeschoben. In einem anderen Fall erhalten wir seit 1.023 Tagen kein Grundstück zum Bau." Die Telekom würde viel mehr bauen, wenn es möglich wäre, erklärte Höttges.

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Eine Online-Karte der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm zeigt seit Donnerstag sogenannte Herausforderungen im Mobilfunkausbau, wo "die Prozesslaufzeiten durch unterschiedliche Herausforderungen über den üblichen Zeiten liegen". Dabei werden Standortsuche, Vorbereitung des Bauantrags und die finale Erlaubnis zu bauen unterschieden.

LTE-Ausbau auch mit 900 MHz

"Wir nutzen zunehmend auch die Frequenzen im 900-MHz-Bereich. Allein im ersten Quartal 2019 haben wir so für weitere 242.000 Haushalte LTE verfügbar gemacht", sagte er. Bereits im Juni 2015 endete die Versteigerung (PDF) von Frequenzen im Umfang von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1.500 MHz sowie 1.800 MHz bei der Bundesnetzagentur.

Die Telekom warte nicht, bis die 5G-Frequenzauktion abgeschlossen sei. "Wir bereiten jetzt schon Standorte vor, wenn das Spektrum zur Verfügung steht, nutzen wir es sofort", betonte Höttges. "In der Auktion werden wir als Marktführer das Spektrum bekommen, was wir brauchen und wir werden auch weiter fleißig mitbieten."

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Die Auflagen der Bundesnetzagentur, die gerade in den Medien emotional diskutiert werde, könne die Telekom erfüllen, sagte er.

Inzwischen seien rund 90 Prozent der Anschlüsse der Telekom in Deutschland auf IP-Technik umgestellt. Das sind über 4 Millionen mehr als vor einem Jahr. "Für unsere Privatkunden wollen wir die IP-Umstellung 2019 abschließen, bei den Geschäftskunden 2020. Die IP-Umstellung ist ein unabdingbarer Bestandteil, um unser Festnetz schneller zu machen. Ohne IP-Umstellung kein Vectoring und kein Supervectoring", sagte Höttges. Im Festnetz werde der Glasfaserausbau bis an den Verteilerkasten (FTTC - Fiber To The Curb) bis 2019 abgeschlossen sein.

Die Schuldenlast der Telekom sei auf 71,9 Milliarden Euro gestiegen, sagte Finanzchef Christian P. Illek.

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