Deutsche Telekom: T-Systems startet Abbau von 3.765 Stellen

Der Stellenabbau bei T-Systems beginnt mit aller Härte. Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit der Konzernführung auf einen massiven Kahlschlag geeinigt.

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Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom und Chef von T-Systems
Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom und Chef von T-Systems (Bild: Deutsche Telekom)

Nach einem Kompromiss mit dem Betriebsrat wird die Telekom-Tochter T-Systems Mitte September mit einem massiven Stellenabbau beginnen. "Wir haben uns geeinigt, dass bis Ende 2020 insgesamt 3.765 Stellen abgebaut werden", sagte Thomas Schneegans, Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied von T-Systems, dem Handelsblatt. Gehe es der Telekom-Tochter bis dahin nicht wirtschaftlich besser, könne der Abbau weiterer 1.200 Stellen anstehen. Eine offizielle Erklärung der Gewerkschaft Verdi zu der Einigung mit der Konzernführung gibt es nicht.

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Zudem hätten einige Hundert Beschäftigte das Unternehmen bereits "freiwillig" verlassen. Insgesamt spricht die Geschäftsleitung von einem Abbau von 5.600 Stellen in Deutschland.

Der neue T-Systems-Chef Adel Al-Saleh hatte die Reduzierung von 600 Millionen Euro zum Ziel erklärt, vor allem durch den Abbau von weltweit 10.000 Stellen, davon 6.000 in Deutschland.

T-Systems: Abbau von Beschäftigten ohne Programmierkenntnisse

Al-Saleh hatte zum Stellenabbau erklärt, dass immer zuerst versucht werde, ob "wir unsere Mitarbeiter nicht an anderer Stelle einsetzen können", dies seien IoT, Security oder Public Cloud. "Allerdings stehen wir vor der Herausforderung, dass wir im Unternehmen einen großen Overhead haben - etwa im Management und in Dienstleistungsbereichen wie Finanz und Personal. Viele dieser Mitarbeiter haben leider nicht das erforderliche Wissen für die Stellen, über die wir reden. Viele von ihnen verstehen IT-Systeme nicht, können nicht programmieren und wurden nie dafür trainiert, ein solches System zu betreuen. Etwa ein Drittel der Mitarbeiter, die gehen müssen, werden aus diesen Bereichen stammen."

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Laut Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen sich rund 3.000 Mitarbeiter neu bei T-Systems bewerben, dabei konkurrieren sie um etwa 1.200 verbleibende Stellen.

Wer dabei keinen neuen Job bekommt, könne in eine Servicegesellschaft der Telekom wechseln. Dort sollen die Beschäftigten weitergebildet werden. Zudem hat die Telekom ein Abfindungsprogramm aufgelegt. Ältere T-Systems-Beschäftigte könnten auch in Altersteilzeit wechseln. Weitere 2.000 Arbeitsplätze sollen in Länder mit niedrigeren Löhnen verlagert werden, etwa nach Indien oder Ungarn.

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