• IT-Karriere:
  • Services:

Deutsche Telekom: T-Systems-Beschäftigte wollen keine Aufspaltung

T-Systems in zwei Unternehmen aufzuspalten, halten die Beschäftigten für keine gute Idee. Erst wenn Al-Saleh die Firmengründungspläne wieder zurückgenommen habe, wolle der Betriebsrat wieder reden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Adel B. Al-Saleh soll T-Systems neu ausrichten.
Adel B. Al-Saleh soll T-Systems neu ausrichten. (Bild: Deutsche Telekom)

Beim geplanten Umbau von T-Systems hat der Betriebsrat Widerstand angekündigt. Die vom Vorstand erwogene Bildung einer neuen Gesellschaft sei nicht hinnehmbar, schließlich wäre dies sehr wahrscheinlich der erste Schritt hin zu einem Verkauf, sagte Telekom-Betriebsratschef Josef Bednarski der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Die Gründung einer zweiten GmbH muss vom Tisch." Der Konzernbereich hat 37.000 Beschäftigte, davon knapp die Hälfte in Deutschland.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Eurowings Aviation GmbH, Köln

Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen vom Oktober 2017 wird bei der Telekom erneut ein Teilverkauf der klassischen IT-Dienstleistungssparte von T-Systems oder eine Ausgliederung dieses Bereichs diskutiert. Im ersten Halbjahr 2017 brach der Umsatz mit den Großkunden noch stärker ein. T-Systems könnte in zwei unabhängige Sparten aufgeteilt werden: Outsourcing von Rechenzentren und Digital und Telecommunications mit Fabrik 4.0 und das Internet der Dinge. Andere T-Systems-Teilsparten, zum Beispiel Security für Firmenkunden zum Schutz vor Hackern, laufen gut.

Anfang Januar startete mit Adel Al-Saleh ein neuer Chef bei T-Systems. Nur wenige Tage im Amt, verkündete er Änderungspläne. Das eher konventionelle Outsourcing-Geschäft könnte von aufstrebenden Geschäftszweigen getrennt werden. Entschieden sei das aber noch nicht, betonte ein Firmensprecher. Nach einer genauen Analyse könnte dies 2019 erfolgen.

Telekom will Aufspaltung

Die mögliche Aufteilung auf 13 Einzelbereiche in zwei verschiedenen Firmen innerhalb des Telekom-Konzerns würde zu mehr Transparenz führen - dadurch wiederum könnte klar werden, wie genau es um die einzelnen Sektoren steht. "Wenn ein Portfolio keinen Erfolg hat, müsste man über Alternativen nachdenken und handeln - mit der neuen Struktur ginge der Entscheidungsfindungsprozess schneller", erklärte ein Firmensprecher.

Beschäftigtenvertreter Bednarski deutet die mögliche Bildung einer zweiten GmbH als Vorbereitung für einen Verkauf - und damit womöglich für niedrigere Bezahlung und schlechtere Arbeitsbedingungen der Belegschaft. Der Betriebsrat werde Widerstand leisten gegen diese Gründung: "Wir werden uns keinem Diktat des Vorstands beugen." Er räumt zwar ein, dass es bei T-Systems aufgrund des geänderten Marktes Veränderungsbedarf gebe. Für bessere Geschäfte brauche man aber keine zwei verschiedenen GmbH im Konzern, meint Bednarski. Erst wenn Al-Saleh die Firmengründungspläne wieder zurückgenommen habe, sei der Betriebsrat zu Gesprächen bereit.

Verdi warnt, eine zweite Firma könnte eine Art Bad Bank zur Bündelung schlechter Geschäfte werden. Bednarski erinnert an 2007. Damals habe die Führung die Ausgliederung der Serviceeinheiten mit 60.000 Beschäftigten und deren schlechtere Bezahlung in ähnlicher Weise durchsetzen wollen. "Damals gab es zwölf Wochen Streik."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. INNO3D GeForce RTX 3060 Ti Twin X2 OC Grafikkarte für 519€)
  2. (u. a. AMD Ryzen 7 5800X, Prozessor für 509€)
  3. (u. a. ZOTAC Gaming GeForce RTX 3060 Ti Twin Edge für 523,18€)
  4. (u. a. ZOTAC GAMING GEFORCE RTX 3060 TI TWIN EDGE 8GB GDDR6 für 411,56€)

Kira2003 14. Feb 2018

Klar wollen die nicht gespalten werden. Wo verdient man für Betrug sonst soviel Geld...

NeoCronos 13. Feb 2018

Sonst werden sie ganz schnell vom neuen Besitzer gegangen, wenn sie keine Leistung bringen

plutoniumsulfat 13. Feb 2018

Ne, hier wäre der ja schlechter :D

Cok3.Zer0 12. Feb 2018

So schlimm kann es nicht sein, wenn die einen derart großen Umsatz haben.

blubby666 12. Feb 2018

Das Problem bei T-Systems ist einfach das 80% Management und Entscheider sind und nur ca...


Folgen Sie uns
       


Star Wars: Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot
Star Wars
Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot

Er war einer der großen Stars der originalen Star-Wars-Trilogie und doch kaum jemandem bekannt. David Prowse ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Nachruf von Peter Osteried

  1. Spaceballs Möge der Saft mit euch sein
  2. The Mandalorian Erste Folge der zweiten Staffel ist online
  3. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf

Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

PC-Hardware: Warum Grafikkarten derzeit schlecht lieferbar sind
PC-Hardware
Warum Grafikkarten derzeit schlecht lieferbar sind

Eine RTX 3000 oder eine RX 6000 zu bekommen, ist schwierig: Eine hohe Nachfrage trifft auf Engpässe - ohne Entspannung in Sicht.
Eine Analyse von Marc Sauter

  1. Instinct MI100 AMDs erster CDNA-Beschleuniger ist extrem schnell
  2. Hardware-accelerated GPU Scheduling Besseres VRAM-Management unter Windows 10

    •  /