Deutsche Telekom: T-Mobile US nennt keine Datenrate für sein 5G Advanced

T-Mobile US sieht beim Ausbau von 5G Advanced kein Problem damit, dass in dem Land chinesische Mobilfunkausrüster wie Huawei oder ZTE, die damit besonders in China Spitzenwerte erreichen, verboten sind. Egil Gronstad, Senior Director für Technology Development und Strategy bei T-Mobile US, sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir nutzen alternative Ausrüster, und das Huawei-Verbot hat keinen Einfluss auf unsere Fortschritte – wir machen weiterhin große Fortschritte in der 5G-Technologie."
Am 24. April 2025 gab die Deutsche Telekom-Tochter bekannt(öffnet im neuen Fenster) : "5G Advanced ist jetzt flächendeckend verfügbar" . Am 7. Mai erreichte man mit Nokia und Mediatek bei 5G Advanced einen Uplink(öffnet im neuen Fenster) von 550 MBit/s im Sub-6-GHz-Spektrum in einer Livedemo an einem kommerziell genutzten Standort in Seattle.
"Mit 5G-Advanced bekommen wir für mehr Nutzer mehr Kapazität auf die Netze" , sagte Gronstad zuvor in einem Panel des Branchenverbands GSMA. Eine konkrete Datenrate, die man mit dem neuen Mobilfunkstandard erreiche, wollte Gronstad jedoch nicht nennen. "Wir haben keine konkrete Zieldatenrate für 5G Advanced. Unsere Priorität ist es, die technologische Entwicklung voranzutreiben, indem wir das Kundenerlebnis insgesamt verbessern – dazu gehören hohe Datenraten, aber auch andere wichtige Leistungsindikatoren. Wir treiben 5G Advanced voran, indem wir das Spektrum von LTE auf 5G umstellen."
5G-Advanced-Implementierung mit drei Frequenzbändern
Man betreibe derzeit eine US-weite 5G-Advanced-Implementierung mit drei Frequenzbändern – einem im unteren Frequenzband und zwei im mittleren Frequenzband. "In diesen Bändern implementieren und aggregieren wir typischerweise vier Frequenzblöcke" , sagte Gronstad.
Um sehr hohe Datenraten zu erreichen, ist die Performance bei der Signalverarbeitung entscheidend. Dies hängt wiederum zusammen mit der eingesetzten Hardware und Software, wobei Spezialprozessoren aus der Kommunikationstechnik eine wichtige Rolle spielen.
T-Mobile US verfügt über viele Frequenzen, so bei 600 MHz im Low Band, Mittelfrequenzbänder wie 1900, 1700, 2100 und 2500 MHz und Millimeter-Wave-Frequenzen bei 28 GHz und 39 GHz. Die Low-Band-Frequenzen werden wegen der Abdeckung eher auf dem Land genutzt, die Millimeterwellen im urbanen Bereich, entsprechend der Reichweite. Das 2,5-GHz-Spektrum erhielt T-Mobile im Jahr 2020 mit der 26-Milliarden-Dollar-Übernahme von Sprint.
Das 5G-A-Business-Travel-Paket von China Mobile versprach den Kunden bereits im November 2024 bis zu 3 GBit/s Downlink und 200 MBit/s Uplink für 30 CNY (3,88 Euro) pro Monat. China Mobile Shanghai präsentierte zu der Zeit Downlink-Raten von 5 GBit/s und Uplinks von 500 MBit/s. Die durchschnittliche Datenrate lag bei 2,5 Gbit/s. Zukünftig strebt der Betreiber Kapazitäten von 1 GBit/s Uplink und 10 GBit/s Downlink an.