Deutsche Telekom: Repeater der Deutschen Bahn können 5G nicht verarbeiten

Mit den vorhandenen Repeatern in den Zügen der Deutschen Bahn wird nur LTE ins Zuginnere geholt.

Artikel veröffentlicht am ,
ICE mit WiFi-Technik von Icomera
ICE mit WiFi-Technik von Icomera (Bild: Deutsche Bahn)

Die Repeater in den Zügen der Deutschen Bahn beherrschen nur LTE, weshalb die Deutsche Telekom kein schnelles 5G (N78) entlang der Strecken ausbaut. Das sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, am 15. Februar 2022. "Die Antwort ist hier: Leider nein." Zudem seien hohe Geschwindigkeiten und 3,6 GHz extrem schwer zusammenzubringen, räumte er ein.

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Die Züge der Bahn seien Faraday'sche Käfige, in die das Mobilfunksignal kaum eindringe, betonte Goldenits. Dazu kommt das hohe Tempo der Züge, was ein ständiges Handover zwischen den Mobilfunkzellen erfordert. Der Verlust sei erheblich: Die Waggons der Bahn dämmten das verfügbare LTE-Funksignal im Zug auf nur etwa 10 Prozent der eigentlichen Leistung herunter, hatte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter im Februar 2021 gesagt.

Laut Goldenits baut die Telekom LTE entlang der Strecken aus und will natürlich die Lücken schließen, die es "leider Gottes noch gibt". Die Telekom und die Bahn haben im Juni 2021 angekündigt, bis spätestens 2026 mit LTE auf allen Strecken im Fern- und im Regionalverkehr eine Mobilfunkversorgung ohne Unterbrechung aufzubauen.

5G bei 3,6 GHz wäre ideal

Und der Bedarf ist sehr hoch: Karsten Kemeter, Chief Technologie Officer für Nachrichtentechnik der Bahn, erklärte bereits im Mai 2019: "In großen Zügen haben wir bis zu 1.000 Nutzer des Wi-Fi. Bis zum Jahr 2030 werden da Datenraten bis zu einem 1 GBit/s nötig." Doch davon ist man weit entfernt. Welche Datenrate im Durchschnitt in Zügen auf Hauptstrecken erreicht wird, auf denen im Stundentakt ein ICE verkehrt, sagte die Bahn nicht.

Verstärker von Icomera können kein 5G

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Für die Züge nutzt die Bahn Verstärkertechnologie, zudem wird schon länger mit frequenzdurchlässigen Fensterscheiben experimentiert. Die wärmeisolierende Metallschicht der Fenster wird dabei mit einem Laser so bearbeitet, dass sie für sämtliche Frequenzen von Funkwellen durchlässig wird.

Icomera lieferte die Repeater, WLAN-Hardware wie Antennen und Router. Das Multi-Provider-System des schwedischen Ausrüsters nutzt die drei Mobilfunknetze in Deutschland und bündelt damit die zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Dafür wurden von der Bahn innerhalb von drei Jahren 120 Millionen Euro investiert. Ein WLAN wird für jeden einzelnen Wagen aufgespannt. Pro Zug ist ein Server verbaut, der als Zentralrouter für die Verbindung zu den Mobilfunknetzen sorgt. Dazu ist er mit bis zu sechs SIM-Karten bestückt, zwei für jedes Netz, und mit mehreren Außenantennen auf den Wagen verbunden. Von dem Router führt jeweils ein Glasfaserkabel zu zwei WLAN-Access-Points pro Waggon.

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TheBlueFire 16. Feb 2022

Gutes LTE bzw. WLAN reicht

M.P. 16. Feb 2022

Die Mobilfunk-Basisstationen entlang der Strecke sollten schon die Mobilprovider aufstellen.

M.P. 16. Feb 2022

Zum EINEN 1) Die Repeater, die in den Zügen dafür sorgen, dass die Smartphones eine...

gelöscht 16. Feb 2022

Halt dann nur 5G. Die (Regional-) Bahnstrecken die ich fahre sind eigentlich gut versorgt...



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