• IT-Karriere:
  • Services:

Deutsche Telekom: "Preissenkung im Festnetz nützt nur Google und Skype"

Die Bundesnetzagentur senkt die Preise der Telekom für die Gesprächszustellung im Festnetz um 20 Prozent. Davon profitierten besonders Anbieter wie Google und Microsofts Skype, die nicht in Netze investieren, sagt die Telekom.

Artikel veröffentlicht am ,
Niek Jan van Damme
Niek Jan van Damme (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur kritisiert, die Preise für die Gesprächszustellung im Festnetz zu senken. Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, sagte: "Die massive Absenkung der Entgelte durch die Bundesnetzagentur ist ein schlechtes Signal für weitere Investitionen in moderne Breitbandnetze." Die Behörde senke die Entgelte für die Gesprächszustellung im Festnetz durch ihren Entscheidungsentwurf vom 11. Juli 2014 erneut um 20 Prozent, nachdem diese bereits vor zwei Jahren um 21 Prozent abgesenkt wurden.

Stellenmarkt
  1. Asseco Solutions AG, Karlsruhe
  2. RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech

Van Damme: "Die Entscheidung ist völlig unverständlich angesichts der enormen Investitionserfordernisse der Next-Generation-Netze. Profiteure sind allein jene Unternehmen, die nicht in Netze investieren, sondern darüber nur Dienste anbieten, und hier insbesondere Over-The-Top-Anbieter wie Google, Skype." Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Behörde die Entgelte senkt, anstatt sie zu erhöhen.

Der Entgeltvorschlag sieht vor, dass die Telekom für Verkehr, den sie von Wettbewerbern im Rahmen von Netzzusammenschaltungen auf der untersten Netzebene zur Durchleitung übergeben bekommt, künftig 0,24 Cent pro Minute verlangen darf. Für Verbindungen, die von der Telekom auf höheren Netzebenen zugeführt werden, sollen die Entgelte für den Verbindungsaufbau 0,35 Cent pro Minute (Tarifzone II) und 0,41 Cent pro Minute (Tarifzone III) betragen.

Wie bereits bei der vorherigen Entgeltgenehmigung werde auch in dem jetzigen Entscheidungsentwurf die aktuell von der Telekom durchgeführte Netzmodernisierung berücksichtigt, teilt die Bundesnetzagentur mit. Die Durchleitungsentgelte wurden deshalb auf der Grundlage eines Next-Generation-Netzes ermittelt. "Anders als bei dem bisherigen reinen Sprachtelefonnetz auf Basis der leitungsvermittelnden PSTN-Technik können über ein paketvermittelndes NGN nahezu alle Dienste wie Internet, IP-TV, Sprache und so weiter abgewickelt werden. Dabei beansprucht die Sprachtelefonie im Vergleich zu anderen Diensten nur eine vergleichsweise geringe Bandbreite", so die Regulierungsbehörde. Dies führe zu deutlich niedrigeren Kosten für die Sprachtelefonie und somit auch zu geringeren Verbindungsentgelten.

"Mit dem Absenkungsvorschlag ist die Bundesnetzagentur auf dem richtigen Weg. Andererseits ist absehbar, dass aufgrund der bereits vorliegenden EU-Terminierungsempfehlung die Auseinandersetzung der Bundesnetzagentur mit der EU-Kommission um die Absenkung der Terminierungsentgelte hier fortgeführt werden wird. Brüssel hätte sicherlich eine deutlich höhere Absenkung erwartet", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Telekom-Wettbewerberverbandes VATM, Golem.de.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. für PC, PS4/PS5, Xbox und Switch
  2. 21,99€
  3. 8,49€
  4. (u. a. Star Wars: Battlefront 2 für 9,99€, Star Wars: Squadrons für 18,99€, Star Wars: TIE...

cry88 15. Jul 2014

Diese Leute sollten ein Firmenhandy erhalten, da sie zwingend mobil erreichbar sein...

hw75 14. Jul 2014

Aber die Telekom oder sonstige amerikanische Anbieter sollen besser sein? Die Telekom...

fesfrank 13. Jul 2014

die telekom bietet nur noch voip in neuverträge an, und stellt altverträge um ..... und...

Anonymer Nutzer 13. Jul 2014

"Früher" hat man sich überlegt, ob es tatsächlich notwenig ist, ein Ferngespräch zu...

Anonymer Nutzer 13. Jul 2014

Dann müssen wir halt auch mal ein bisschen innovativer werden, oder? Mit ewigem...


Folgen Sie uns
       


Sony Alpha 1 - Fazit

Die Alpha 1 von Sony überzeugt in unserem Test.

Sony Alpha 1 - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /