Deutsche Telekom: "Ohne gute Verbindung ist der billigste Tarif sinnlos"
Telekom Deutschland-Chef Niek Jan van Damme hat die Auflagen der EU zur Fusion von E-Plus und O2 kritisiert(öffnet im neuen Fenster) und ein Eingreifen der Bundesnetzagentur bei den Frequenzen gefordert. Van Damme erklärte, der Zusammenschluss erzeuge "ein massives Ungleichgewicht bei Frequenzen oberhalb von 1 GHz" . Telefónica habe im 1800-MHz- und 2,1-GHz-Bereich im UMTS-Band nun Zugriff auf mehr als 60 Prozent der Gesamtressourcen. "Insoweit ist ein Eingreifen der Bundesnetzagentur dringend geboten. Wir halten die Abgabe von mindestens 2x15 MHz im 1800-MHz-Band sowie von 2x15 MHz im 2,1-GHz-Bereich für notwendig" , sagte van Damme.
Zudem würden mit den Auflagen gezielt Anbieter ohne eigene Netzinfrastruktur gestärkt, was "ein völlig falsches Signal" sei. Der Fokus der Wettbewerbshüter solle nicht darauf liegen, Anbieter ohne eigene Infrastruktur zu stärken, sondern den Netzausbau voranzutreiben. Ohne gute Verbindung sei selbst der billigste Tarif kein Schnäppchen.
Markus Haas, Chief Strategy Officer der Telefónica Deutschland, erklärte: "Wir begrüßen die Entscheidung der Europäischen Kommission. Sie zeigt, dass Konsolidierung innerhalb Europas möglich ist und fördert Investitionen in das Geschäft mit mobilen Daten."
Um einem weiteren potenziellen Anbieter den Eintritt in den deutschen Markt zu ermöglichen, werde Telefónica ein Paket mit 2,1- und 2,6-GHz-Frequenzen, Basisstationen, der Möglichkeit des nationalen Roamings sowie passiver Mitbenutzung von Mobilfunkstandorten anbieten. Zusätzlich werden bestehende Verträge mit Service Providern bis in das Jahr 2025 verlängert und der Wechsel zu einem anderen Gastnetzbetreiber erleichtert.
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