Deutsche Telekom: Kabel- und Glasfaserbetreiber tragen kaum etwas bei
Die Deutsche Telekom hat sich gegen Kritiken vom VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdientleister) verteidigt, der Vectoringausbau habe die Situation auf dem Land kaum verbessert. "Folgt man den Zahlen des Bundesministeriums für Verkehr, tendiert der Beitrag von Kabelbetreibern und Glasfaserbetreibern zur besseren Abdeckung mit höheren Bandbreiten nahezu gegen Null" , sagte Telekom-Sprecher Andreas Golem.de auf Anfrage.
Das Vectoring-Versprechen der Telekom habe dem ländlichen Raum kaum etwas gebracht, hatte VATM-Präsident Martin Witt erklärt . Statt der versprochenen 100 Prozent seien im ländlichen Bereich bis Ende 2018 nicht einmal 60 Prozent der Bürger mit 50 MBit/s versorgt.
Telekom zählt Erfolge auf
Die Aussagen des VATM verwunderten die Telekom sehr: "Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende 2018 alle Haushalte mit 50 MBit/s zu versorgen, unterstützen wir nach Kräften, aber wir sehen uns nicht als einziger Anbieter in der Pflicht" , betonte Middel.
Gerade durch den Glasfaserausbau bis hin zum Verteiler-Kasten gelinge es, zügig viele Haushalte mit hohen Bandbreiten zu versorgen. Die Telekom habe mit 500.000 Kilometern das mit Abstand größte Glasfasernetz in Deutschland. 26 Millionen Haushalte könnten bis Ende 2018 bis zu 100 MBit/s buchen, 28 Millionen Haushalte erhielten bis Ende 2019 bis zu 250 MBit/s.
Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern praktisch nicht mehr feststellbar. Daher kann die Technik Glasfaser nicht ersetzen. Doch auch auf dem Land gibt es Verteilerkästen, die näher als 700 oder 800 Meter von Haushalten stehen.
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