Deutsche Telekom: Glasfaserausbau wegen Kältewelle unterbrochen
Voraussichtlich bis März ist kein Glasfaserausbau in Deutschland möglich. Die Deutsche Telekom erklärte in einem Firmenvideo(öffnet im neuen Fenster): "Denn die Außentemperaturen müssen dauerhaft mindestens um die 8 Grad Celsius liegen, damit Glasfaser verlegt werden kann. Sonst wird sie brüchig und ist nicht flexibel genug."
Das Jahr 2021 steht für die Telekom nach eigenen Angaben bundesweit im Zeichen des Glasfaserausbaus. Bis zu zwei Millionen FTTH-Anschlüsse sollen realisiert werden. Bisher hat sich die Telekom eher auf Fiber to the Curb (FTTC) konzentriert, wurde nun offen erklärt. Zugleich räumte Telekom-Sprecher Marcus Jodl ein: "Das unterscheidet sich ja doch sehr erheblich davon, wie früher ausgebaut wurde. FTTC, wo wir bis an die Bordsteinkante gegangen sind, jetzt müssen wir ins Haus reingehen."
Markus Beckmann, technischer Leiter der Niederlassung Süd der Deutschen Telekom, erklärt, dass der Konzern starke Partner braucht, "die für uns den Tiefbau erledigen". Um die Ausbaugebiete zu erfassen, werden Autos verwendet, mit denen die Ausbaugebiete befahren und mit Kameras aufgenommen werden. Zur Verarbeitung der Daten kommt auch künstliche Intelligenz zum Einsatz, um die Planung zu automatisieren.
Die Fiber Factory der Telekom
Es entstehe eine Fiber Factory, in der rund 13.000 Beschäftigte der Telekom Technik eingesetzt werden, sagte der neue Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan Anfang Dezember 2020. Bis 2023 sollen zudem 3.000 Gewerbegebiete Anschluss ans Glasfasernetz erhalten.
Insgesamt hat die Telekom in Deutschland 33,6 Millionen Haushalte mit VDSL/Vectoring versorgt. Das zeigt, wie gering der Anteil an echten Glasfaserhaushalten mit 2,2 Millionen bei dem führenden Netzbetreiber noch ist. Intern soll die Telekom sogar planen, statt zwei jährlich drei Millionen FTTH-Zugänge zu errichten.
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