Deutsche Telekom: Gewerkschafter werden bei T-Mobile US gekündigt

Die Deutsche Telekom ist in Deutschland der Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften verpflichtet. In den USA scheint das anders auszusehen.

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CWA- und Verdi-Mitglider im Jahr 2016
CWA- und Verdi-Mitglider im Jahr 2016 (Bild: CWA)

Verdi fordert von der Deutschen Telekom weltweite freie gewerkschaftliche Betätigung, auch bei T-Mobile US. Das erklärte die Dienstleistungsgewerkschaft am 27. September 2018. Seit dem Einstieg der Deutschen Telekom würden die Beschäftigten von T-Mobile US "systematisch eingeschüchtert und unter Druck gesetzt bis hin zur Kündigung, um ihre gewerkschaftliche Organisierung zu verhindern". Dies werde vom Konzernchef Timotheus Höttges offenbar geduldet, betonte Verdi.

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Die Partnergewerkschaft Communications Workers of America (CWA) fordere seit Jahren ein Neutralitätsabkommen bei T-Mobile US, damit sich "Beschäftigte an gewerkschaftlichen Abstimmungsprozessen beteiligen können, ohne Repressionen ausgesetzt zu sein. Ein derartiges Abkommen verweigert der Arbeitgeber bislang; dieses Verhalten ist für uns nicht akzeptabel und muss ein Ende haben", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske bei einer Veranstaltung des Konzernbetriebsrates der Telekom am Donnerstag in Berlin, an der rund 80 Betriebsräte des Unternehmens teilnahmen.

Telekom schweigt zu Vorwürfen

Bsirske sagte: "Lohndrückerei und schlechte Arbeitsbedingungen führen auf lange Sicht zu einer globalen Absenkung von Sozial- und Arbeitsstandards. Niedrige Kosten andernorts werden von Unternehmen genutzt, um auch bei uns Druck auszuüben."

Jupp Bednarski, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der Deutschen Telekom, sagte: "Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, den Beschäftigten in den USA eine Stimme im Betrieb zu geben." Niemand dürfe wegen Aktivitäten für eine Gewerkschaft benachteiligt werden. Die Telekom hat eine Anfrage von Golem.de zu den Vorwürfen nicht beantwortet.

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