Deutsche Telekom: Für Vectoring-Datenraten müssen Kunden aktiv werden
Die Deutsche Telekom treibt den Vectoring-Ausbau derzeit sehr aktiv voran. Fast jede Woche werden zehntausende Haushalte mit der schnellen Datenrate versorgt, wie lokale Pressemitteilungen des Konzerns zeigen. Doch das bedeutet nicht, dass die Datenrate automatisch steigt.
Telekom-Sprecher Georg von Wagner sagte Golem.de: "Die Kunden, die von den neuen Geschwindigkeiten profitieren wollen, müssen selber aktiv werden und ihren Vertrag erweitern oder einen Neuvertrag mit der Telekom schließen."
Eine Vectoring-Inbetriebnahme werde in der Regel auf lokaler oder regionaler Ebene in den Medien auch werblich unterstützt.
(K)ein Aufpreis für Vectoring
Vectoring bietet bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload. Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit. Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern kaum mehr feststellbar. Daher kann die Technik Fiber-To-The-Home (FTTH) nicht ersetzen, stellt aber eine deutliche Verbesserung der Datenraten dar.
Golem.de wollte von Wagner wissen, ob für die höhere Datenrate ein Aufpreis verlangt wird: "Vectoring kostet nicht mehr, denn auch ein 50 MBit/s-Tarif 'Magenta Zuhause M' in einem Vectoring-Gebiet wird per Vectoring zum Kunden gebracht und kostet 34,95 Euro. Ein 100-MBit/s-Tarif "Magenta Zuhause L" kostet hingegen 39,95 Euro", sagte der Sprecher. Meist werde in neu zugeschalteten Gebieten außerdem ein Regio-Pricing für den Magenta Zuhause L angeboten: Dann sei der 100 MBit/s-Tarif für 34,95 Euro zu haben.
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