Deutsche Telekom: FTTH in der Berghütte kostet über eine Million Euro

Der Wirt der Berghütte The Cabin im Oderbrück(öffnet im neuen Fenster) (Harz) müsste für einen Glasfaserzugang von der Deutschen Telekom über eine Million Euro zahlen. Wie die Goslarsche Zeitung berichtet(öffnet im neuen Fenster) , beträgt sein Anteil laut einem Schreiben der Telekom 1.001.898,29 Euro.
"Ich kann mir den Internetanschluss schlicht nicht leisten" , sagte der Wirt Timo Zacher der Goslarschen Zeitung. "Mit dieser Summe habe ich nicht im Entferntesten gerechnet."
Telekom-Sprecherin Stefanie Halle sagte Golem.de auf Anfrage, dass das Verlegen der Glasfaser über eine Strecke von über acht Kilometern, die Errichtung eines Netzverteilers plus Umsatzsteuer Kosten von rund 1 Million Euro ergebe. "Das sind nun einmal die Kosten, die real entstehen würden, bei einem Ausbau in so einem abgelegenen Grundstück(öffnet im neuen Fenster) . Das zeigt noch einmal mehr wie kostenintensiv der Ausbau mit schnellem Internet ist."
Keine Glasfaser am Baum
Ein Verlegen der Kabel an Holzmasten sei aus topografischen Gründen und wegen des Schutzes des Naturparks nicht möglich, sagte Halle.
Der kleine Ortsteil der Stadt Braunlage sei auch kaum mit Mobilfunk versorgt, weshalb auch dieser Weg ausscheide, berichtet Zacher der Goslarschen Zeitung. Maximilian Strache, der Sprecher des Landkreises Goslar, rät auf Internet über Satellit auszuweichen.
Die Telekom bietet seit über einem Jahr das Programm " Mehr Breitband für mich " (MBfm). Der Kunde zahlt selbst für den Tiefbau und die Technik, um Glasfaser bis ins Haus zu erhalten. Der Anschluss kann nur unter der E-Mail-Adresse MBfm-Ausbau@telekom.de bestellt werden. Für die Vorberechnung der Kosten verlangt die Telekom 100 Euro, die bei Zustandekommen eines Vertrags für MBfm verrechnet werden. Anfragen an diese E-Mail-Adresse werden binnen einiger Stunden beantwortet. Die Kosten betragen demnach mindestens 8.000 bis 10.000 Euro zuzüglich Tiefbau.