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Deutsche Telekom: "De-Mail hat sich nicht wie erhofft entwickelt"

Auch die Telekom ist von der Nachfrage nach der De-Mail nicht begeistert. Doch der Konzern setzt weiter auf mehr Zulauf und legt Kundenzahlen vor.
/ Achim Sawall
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Telekom ist De-Mail-Provider (Bild: Deutsche Telekom)
Telekom ist De-Mail-Provider Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom räumt Probleme bei der Nachfrage nach der De-Mail ein. "In der Tat hat sich der De-Mail-Markt(öffnet im neuen Fenster) nicht in der erhofften Geschwindigkeit entwickelt" , sagte Telekom-Unternehmenssprecher Rainer Knirsch Golem.de auf Anfrage. "Unternehmen und Behörden waren beim Thema zögerlich mangels Privatkunden. Diese wiederum gingen nicht ins Thema, weil es zu wenige Anwendungen für den neuen Kommunikationskanal gab."

Laut einem Bericht der Bundesregierung haben nur rund eine Million Privatanwender und eine hohe fünfstellige Zahl von Unternehmen und Verwaltungen De-Mail-Konten. Die erforderliche "kritische Masse" von Nutzern sei noch nicht erreicht worden.

Doch das Produkt soll nicht aufgegeben werden. 200 Bundesbehörden seien bis Ende 2015 per De-Mail erreichbar. Sachsen hat per Landesgesetz die De-Mail-Einführung beschlossen, andere Länder hätten ähnliche Gesetze in Vorbereitung.

Der Markt bewege sich: Die Telekom habe mehrere Tausend De-Mail-Großkunden unter Vertrag, darunter 1.300 Städte und kommunale Kunden.

Als Referenzkunden gibt der Konzern KPMG, Allianz Deutschland, HUK24, Ergo/DKV, Targobank, TNT Post sowie die Städte Bonn, Düsseldorf und Dresden an. Weitere Public-Kunden seien das Land Hessen, die Rechenzentren in Baden Württemberg, der Rhein-Neckar-Kreis, die Kommunale Informationsverarbeitung in Thüringen, Ekom21 in Hessen, die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) und die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB).

"Daneben haben wir auch mehrere Tausend Geschäftskunden gewonnen" , erklärte Knirsch. Zudem hätten sich mehrere Hunderttausend Privatkunden für De-Mail "identifiziert" .


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