Deutsche Telekom: Bei Telekom Virtual Fiber kommen 1,2 GBit/s wirklich an

Die Versuche mit Virtual Fiber sind vielversprechend. Bei dem Multi-Node-System, das bei 60 GHz funkt, geht es der Telekom auch ausdrücklich darum, die Preise der etablierten Netzausrüster zu drücken.

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Andreas Gladisch, Vice President Technology Innovation
Andreas Gladisch, Vice President Technology Innovation (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bei den Tests von Telekom Virtual Fiber kommt eine Datenübertragungsrate von 1,2 GBit/s beim Endkunden an. Das sagte Andreas Gladisch, Vice President Technology Innovation im Bereich Convergent Network and Infrastructure der Deutschen Telekom, am 20. Juni 2018. Allerdings müssen sich die Mieter eines versorgten Bereiches ähnlich wie beim TV-Kabelnetz diese Datenrate teilen.

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"Wieviel dann der einzelne erhält, hängt dann auch davon ab, wie viele Nodes direkt mit Glasfaser angeschlossen sind", erklärte Arash Ashouriha, Senior Vice President Technology Innovation bei der Telekom.

Auf einem Träger werden laut Gladisch 1,2 GBit/s bidirektional, in der nächsten Generation 7 GBit/s, und dann 20 GBit/s aufgeteilt in jeweils 10 GBit/s im Download und im Upload erreicht. Diese Generationsschritte werden in den Jahren 2019 und 2020 erreicht.

Telekom Virtual Fiber: Tests in Berlin und Ungarn

Die Telekom testet in der Winterfeldtstraße 21 in Berlin und an zwei Standorten in Ungarn das drahtlose Multi-Node-System. Sie nennt es Virtual Fiber, die Technik ist eine Wireless-to-the-Building-Topologie.

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Partner Facebook hatte im April 2016 auf seiner F8-Konferenz mit Terragraph ein Funksystem für dicht besiedelte Städte vorgestellt. Bei Terragraph werden in einem drahtlosen Multi-Node-System viele preisgünstige Wigig-Access-Points entsprechend dem Standard IEEE 802.11ad eingesetzt, auch bekannt als Wireless Display. Dieser funkt im lizenzfreien 60-GHz-Band (Millimeterwellenfunk) und erreicht so deutlich höhere Datenraten als die etablierten WLAN-Standards 802.11ac. Der größte Nachteil von Funkverbindungen mit so hohen Frequenzen ist, dass sie Gegenstände nur sehr schlecht durchdringen können. Wenn das Signal gestört wird, etwa durch einen Lkw, dann wird dieses Signal automatisch und blitzschnell an eine andere Antenne umgeroutet. Zudem ist der Frequenzbereich in Deutschland nur indoor oder Punkt-zu-Punkt zugelassen. Die Telekom habe aber eine Lizenz zum Erproben, Regeln für Outdoor würden kommen, sagte Ashouriha.

Nach den Worten von Gladisch lief das System bereits nach sechs Wochen, zuvor war es bereits auf dem Facebook-Campus installiert. Der Nachteil ist laut Ashouriha, dass das Signal nicht durch Wände geht, auch nicht durch Fenster mit Wärmeschutzzertifikat, also mit Metallfolien oder drei Scheiben. Da ein massives Installieren von Antennen in den Straßen nötig ist, setzt man super automatische Planungsprozesse ein und arbeitet dabei mit dem Senat von Berlin zusammen.

Telekom: Preise der Netzwerkausrüster drücken

Es geht der Telekom bei dem Open-Source-Projekt darum, die Preise der etablierten Netzwerkausrüster zu drücken. Ziel sei, bei den einzelnen Nodes einen Preis von 500 US-Dollar zu erreichen. "Das sind ganz andere Kostenpunkte als die von der Normierungsstelle 3GPP entwickelten Small Cells oder auch für auch Fixed Wireless Access, was auch um ein Vielfaches höher liegt", sagte Ashouriha. Alles was in 3GPP entwickelt werde, sei High End, alle Mobilty- und Handover-Szenarien seien jeweils vorgesehen. "Die 3GPP ist sehr stark von Herstellern beeinflusst, und wir haben noch keine Light Version der 3GPP schaffen können", erklärte er. Zuerst habe Nokia wenig Interesse gezeigt, sei jetzt aber notgedrungen dabei. Auch wenn Telekom Virtual Fiber nie eingesetzt werde, habe man damit etwas in Gang gesetzt.

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RipClaw 23. Jun 2018

Auch die Glasfasern selbst könnten um einiges länger als die angesprochenen 30 Jahre...

bombinho 23. Jun 2018

Ja, der Schutzfaktor von festen Belaegen spielt teils eine erhebliche Rolle. Bei...

Kondom 22. Jun 2018

Wo hast du denn diesen Unfug her? Bringt nur überhaupt nichts. Jede weitere Antenne kann...

chefin 21. Jun 2018

hm, was hast du den an "wir testen es gerade um einen Standard zu etablieren" nicht...



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