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Deutsche Telekom: 429.000 Haushalte bekommen Vectoring durch IP-Umstellung

Erneut meldet die Telekom eine große Anzahl neuer Haushalte, die Vectoring-fähig gemacht wurden. Die Glasfaser wurde hier schon vorher angeschlossen.
/ Achim Sawall
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Vectoring-Ausrüstung von Huawei wird installiert. (Bild: Telekom)
Vectoring-Ausrüstung von Huawei wird installiert. Bild: Telekom

In den vergangenen vier Wochen haben 429.124 Haushalte in 386 Städten und Gemeinden in Deutschland durch IP-Umstellung Vectoring erhalten. Das gab das Unternehmen am 8. Mai 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Auch der Netzumbau sorge für mehr Bandbreite am Internetanschluss.

Bei der IP-Umstellung im Netz der Telekom war der Tiefbau teilweise schon Jahre zuvor erfolgt. Für den Vectoringausbau ist die Verlegung von Glasfaserkabeln notwendig. Dabei werden die Technikgehäuse am Straßenrand mit den zentralen Vermittlungsstellen über Glasfaser verbunden. Die Glasfaser wird somit näher an die Kundenhaushalte gebracht, wie die Telekom erklärte. Zudem mussten für das Vectoring alte 17a-Linecards beim Umbau entfernt und neue 35b-Linecards eingesetzt werden.

Vectoring reduziert die gegenseitige Störung durch Far End Crosstalk (FEXT) benachbarter Kupferdoppeladern eines Kabels. Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern kaum mehr feststellbar.

Ab sofort können dort bis zu 100 Megabit pro Sekunden (MBit/s) beim Herunterladen und 40 MBit/s beim Heraufladen genutzt werden.

Telekom: Vectoring-Ziel wieder ein Stück näher

"Wir kommen unserem Ziel wieder ein Stück näher, möglichst rasch an 80 Prozent unserer Anschlüsse Geschwindigkeiten von 50 MBit/s und mehr anzubieten" , sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland.

Nach Informationen der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) erhielt der Netzwerkausrüster Huawei einen bisher geheim gehaltenen Großauftrag von der Telekom. Huawei stelle Tausende Verteilerschränke am Straßenrand auf. Die Ausschreibung fand bereits im vergangenen Jahr statt. Die Telekom will dadurch "die Schlagzahl erhöhen" und das Ausbautempo in diesem Jahr auf 35.000 neu aufgestellte Verteilerschränke steigern. Huawei, berichten Insider, habe die Konkurrenz mit einem "deutlich günstigeren Angebot" ausgestochen.


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