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Deutsche Telekom: 300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen

Ein Sprecher der Telekom erklärt, dass die Kündigungsdrohung bei der Sprachtelefonie von Vorgaben der Bundesnetzagentur zum Vectoring ausgelöst sei.
/ Achim Sawall
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Ingo Hofacker auf dem Cloud Tag 2012 (Bild: Telekom)
Ingo Hofacker auf dem Cloud Tag 2012 Bild: Telekom

Von dem Ultimatum der Deutschen Telekom, die Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden, sind 300.000 Kunden betroffen. Das sagte Ingo Hofacker, Leiter Privatkundenmarketing, Golem.de auf Anfrage. Wir hatten am 23. September 2014 berichtet , dass die Telekom damit begonnen habe, die VoIP-Umstellung in den 54 Städten, in denen zuerst VDSL angeboten wurde, mit Kündigungsdrohungen durchzusetzen. Angeschrieben würden nur Kunden, deren Vertrag in einigen Monaten auslaufe und die einen PSTN/ISDN-Anschluss hätten.

Reine Telefonie-Kunden seien nicht betroffen, für diese werde irgendwann bis zum Jahr 2018 "ohne dass sie davon etwas bemerken" in der Vermittlungsstelle der Telekom umgestellt. "Die müssen sich um gar nichts kümmern" , sagte ein Sprecher am 23. September Golem.de. Die "ältere Dame von nebenan" müsse sich also keine Sorgen machen.

"Wir haben unser Vorgehen mit der Bundesnetzagentur und auch mit der Verbraucherzentrale NRW besprochen und auch schon bei anderen Umstellungen so praktiziert" , erklärte Hofacker.

Vectoring mit alten VDSL-Netzen nicht kompatibel

Auslöser für das Vorgehen seien Regulierungsvorgaben der Bundesnetzagentur. "Es gibt hier einen geplanten Prozess." Zur Genehmigung der Vectoring-Technik gehöre auch, sie bis Ende 2016 anzubieten. Mit den alten VDSL-Netzen sei Vectoring aber nicht kompatibel. Deshalb greife die Telekom auch zu Kündigungen.

Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres 2018 das gesamte Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen. Derzeit sei dies bei rund 3,5 Millionen Kunden abgeschlossen, jede Woche kämen rund 60.000 hinzu.

"Gerade im ländlichen Raum profitieren somit sehr viele Kunden von IP. Mit dem Umstieg erhöht sich ihre Internet-Bandbreite" , sagte Hofacker. Möglich mache dies der Anschlussstandard Annex-J, der Frequenzen besser ausnutzen könne.


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