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Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.

Ein Test von veröffentlicht am
Siri auf Apples Homepod
Siri auf Apples Homepod (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Am 18. Juni 2018 kommt Apples Homepod in Deutschland auf den Markt. Noch bevor die ersten Geräte ausgeliefert werden, hat Apple die deutsche Version von Siri aktiviert. Wir haben die Sprache in der Home-App auf Deutsch gestellt und uns den digitalen Assistenten auf einem Lautsprecher aus Großbritannien angehört. Dabei sind wir auf ähnliche Beschränkungen wie bei der Konkurrenz von Google und Amazon gestoßen - und noch mehr.

Inhalt:
  1. Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
  2. Siri fehlen Funktionen
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Wir können uns mit Siri das Wetter ansagen lasssen, eine Einkaufsliste anlegen, Smart-Home-Geräte oder die Musikwiedergabe auf Zuruf steuern. Auch das Stellen eines Timers und die Nutzung als Wecker sind möglich und wir können uns tagesaktuelle Nachrichten aus aller Welt anhören oder Wissensfragen beantworten lassen. All das haben wir uns auf dem Homepod angehört.

Flexibel ist die deutsche Version von Siri im Gespräch genauso wenig wie Alexa und Google Assistant. Sie erwartet wie die anderen digitalen Assistenten, dass wir Befehle nach einem ganz bestimmten Muster erteilen. Weichen wir davon ab, werden wir nicht mehr verstanden und der Befehl wird nicht ausgeführt. Wir können nach dem Muster "Hey, Siri, schalte die Bürolampe ein" die Lampe anbekommen. Wenn wir aber sagen "Hey, Siri, Bürolampe einschalten" versteht Siri das schon nicht mehr.

Die deutsche Aussprache des Sprachassistenten ist oft holprig, die Betonung stimmt nicht immer und Pausen werden falsch gesetzt. Das erschwert das Verständnis und Siri wirkt damit unnatürlich. Mit deutlich besserer Betonung antwortet die deutsche Alexa-Version. Auch der Google Assistant hat noch Probleme, Ansagen korrekt zu betonen. Beim Funktionsumfang gibt es große Unterschiede zwischen Siri, Alexa und Google Assistant.

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Mit Siri können Smart-Home-Komponenten mit der Stimme gesteuert werden. Allerdings müssen diese dafür mit Apples Smart-Home-System Homekit kompatibel sein. Die Einrichtung der Komponenten erfolgt über die Home-App auf einem iPhone oder iPad. Als wir unsere Hue Bridge von Philips einrichten wollen, stoßen wir auf Probleme: Wir nutzen bei der Hue-Bridge nicht nur Hue-Lampen, sondern auch Osram-Steckdosen, und die können mit dem Homepod nicht per Zuruf gesteuert werden. Alexa- und Google-Assistant-Lautsprecher haben damit keine Schwierigkeiten.

Apple verkompliziert die Smart-Home-Steuerung per Sprachbefehl

Siris Probleme sind darin begründet, dass Philips nur die eigenen Produkte als Homekit-kompatibel weiterreicht und keine Fremdprodukte. Für uns bedeutet das im Vergleich mit einem Alexa- oder Google-Assistant-Lautsprecher einen Komfortverlust, weil wir mit dem Apple-Lautsprecher nur einen Teil unseres Smart-Home-Systems mit der Stimme bedienen können.

  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Homepod-Stromkabel ist fest verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Unterseite kann Spuren auf Holzoberflächen hinterlassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Musik abgespielt wird, zeigt der Homepod Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die optische Siri-Rückmeldung ist nicht sonderlich auffällig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Anders als den Systemen von Amazon und Google fehlen Homekit zusätzliche Komfortfunktionen. Sowohl bei Alexa als auch bei Google Assistant können Lampen anders sortiert werden als etwa in der Hue-App. Sie können in verschiedenen Räumen gruppiert werden oder auch andere Bezeichnungen erhalten. Diese können auch anders angeordnet sein als in der Hue-App. Das geht mit dem Homepod nicht. Damit wir mit dem Homepod jede Lampe einzeln ansprechen können, muss diese einem entsprechenden Raum zugewiesen sein. Es ist nicht möglich, die gleiche Lampe parallel einem anderen Raum zuzuweisen. Wenn wir also etwa die Deckenlampe im Wohnzimmer in diesem Raum mit einer Stehlampe verbinden wollen, müssen wir uns entscheiden. Entweder wir können beide Wohnzimmerlampen einzeln aufrufen oder mit einem Sprachbefehl zusammen. Dann können wir die einzelnen Lampen aber nicht mehr mit der Stimme steuern. Das fehlt uns bei Apples System und schränkt den Komfort erheblich ein.

Bei der Nutzung von Smart-Home-Komponenten ist Siri geschwätziger als Alexa. Amazons Assistent quittiert das Umschalten einer Lampe mit einem knappen "Okay". Siri reagiert mit längeren Phrasen, ohne den erteilten Befehl zu wiederholen, etwa mit "Ist erledigt." Damit ist Siri zwar gesprächiger als Alexa, aber nicht so lästig geschwätzig wie der Google Assistant, der jeden Smart-Home-Befehl nachplappert.

Siri spricht über das Wetter

Ansonsten kann Siri einfache Wissensfragen beantworten und ruft dazu vielfach die Wikipedia-Daten ab. Auch Wetteraussichten und in eingeschränktem Umfang Nachrichten werden angesagt. Nach unserem Kenntnisstand ist die Ansage tagesaktueller Nachrichten derzeit nur von Deutschlandfunk, ARD und ZDF verfügbar. Apple liefert in der Home-App keine Übersicht der verfügbaren Nachrichtenquellen. Google Assistant bietet hier immerhin um die 25 Anbieter und wird von zehn Lokalnachrichten ergänzt. Damit können es beide derzeit allerdings nicht mit Alexa aufnehmen. Für diese stehen aktuell 540 deutschsprachige Nachrichtenquellen als Skill bereit.

Siri fehlen noch viele Funktionen, die für Alexa und Google Assistant selbstverständlich sind.

Siri fehlen Funktionen 
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tomate.salat.inc 18. Jun 2018

Ja, dass man skills koppeln kann kenne ich von Fernbedienungsskills die das Handy dazu...

jo-1 18. Jun 2018

"Immer schon"? Ich meide soziale Medien aus Sicherheitsgründen ;-) (die mir wichtigen...

p h o s m o 17. Jun 2018

Bin ich doch schon! Nochmal zur Frage: Der Vergleich mit dem ZX81 beleidigt selbigen...

cherubium 15. Jun 2018

Genau mein Gedanke. ja, alexa versteht fast alles. Es ist fast unmöglich, einen Satz so...

tomate.salat.inc 15. Jun 2018

Kannst doch auch andere Listen verwenden. Habs noch nicht ausprobiert aber in den...


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