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Siri fehlen Funktionen

Homepod-Besitzer können sich zwar von ihrem Lautsprecher wecken lassen, allerdings nur mit einem Signalton. Das Wecken mit Musik - wie bei Alexa - wird nicht unterstützt. Bei Timern gibt es bei Siri eine besonders lästige und für uns nicht nachvollziehbare Beschränkung: Wenn bereits einer läuft, kann kein weiterer Timer gestellt werden. Alexa und Google Assistant können beliebig viele parallel ausführen. Timer, die auf Zuruf eingestellt werden, können etwa bei der Küchenarbeit ein praktisches Werkzeug sein.

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Auch sonst hinkt Siri beim Funktionsumfang der Konkurrenz erheblich hinterher. Wir können uns mit dem Homepod zwar an Dinge erinnern lassen. Die betreffenden Benachrichtigungen ertönen dann aber nie auf dem Homepod, sondern auschließlich auf dem damit verbundenen iOS-Gerät. Außerdem sind Erinnerungen nicht mehr möglich, falls sich das mit dem Homepod verbundene iOS-Gerät nicht im gleichen WLAN befindet. Wenn also etwa der Lebenspartner mit dem iPhone weg ist, stehen dem anderen im Haushalt weniger Funktionen zur Verfügung, weil das Smartphone schlicht weg ist. Für einen Mehrpersonenhaushalt ist das eine absolut unnötige Beschränkung. Hier zeigen Amazon und Google, wie es besser geht: Beide Assistenten signalisieren Erinnerungen auch auf dem entsprechenden Lautsprecher und es müssen sich keine Smartphones im gleichen WLAN-Netzwerk aufhalten.

Siri bietet keinen Kalenderzugriff, und eine Steuerung eines Apple TV mit der Stimme ist ebenfalls nicht vorgesehen. Amazon und Google sind hier weiter. Seit Ende Februar 2018 lassen sich Fire-TV-Geräte auch in Deutschland mit einem Alexa-Lautsprecher mit der Stimme steuern. Diese Funktion können US-Kunden bereits seit August 2017 nutzen. Damit zog Alexa in dieser Disziplin nach, mit einem Google-Assistant-Lautsprecher kann der Chromecast schon länger mit der Stimme gesteuert werden. Kürzlich wurde Unterstützung hinzugefügt, um ZDF-Inhalte mit der Sprache aufzurufen.

  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Homepod-Stromkabel ist fest verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Unterseite kann Spuren auf Holzoberflächen hinterlassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Musik abgespielt wird, zeigt der Homepod Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die optische Siri-Rückmeldung ist nicht sonderlich auffällig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ansonsten kann die Wiedergabe aller Chromecast-kompatiblen Dienste mit einem Google-Assistant-Lautsprecher gesteuert werden, also Pausieren, Spulen oder Ähnliches. Dabei müssen sich Google-Nutzer zwar immer im jeweiligen Ökosystem aufhalten, aber nicht einmal das bietet Apple bisher an. Auch Anruffunktionen wie bei Alexa kennt der Homepod nicht und bei Übersetzungsaufgaben scheitert Apples Assistent ebenfalls.

Siri läuft nur mit Apple Music zusammen

Bei der Unterstützung der Musikstreamingdienste schneidet der Homepod ebenfalls schlecht ab. Während Amazon und Google neben ihren eigenen Diensten Amazon Music und Google Play Music auch Deezer und bei Alexa in Grenzen Spotify unterstützen, können Homepod-Käufer generell nur Apple Music verwenden, um auf Zuruf Musik abzuspielen.

Wie bei der Konkurrenz können zwar etwa Spotify-Inhalte drahtlos vom Smartphone aus auf dem Homepod abgespielt werden. Dabei kann die Musik aber nur per Sprachsteuerung pausiert oder fortgesetzt werden. Und das auch nur, wenn ein Apple-Gerät genutzt wird. Von einem Android-Gerät können Spotify-Inhalte nicht auf einem Homepod abgespielt werden, weil der Apple-Lautsprecher lediglich Airplay als Zuspielweg erlaubt, den es nur auf Apple-Geräten gibt.

Das Abspielen von Spotify-Inhalten auf Zuruf ist so nicht möglich. Das empfinden wir als große Beschränkung, da der Dienst in Deutschland sehr verbreitet ist. Es ist derzeit nicht davon auszugehen, dass Apple eine Spotify-Integration für den Homepod nachreichen wird. Denn der Homepod ist enorm stark auf das Apple-Ökosystem ausgerichtet, so dass nicht damit zu rechnen ist, dass Apple den Homepod für andere Musikstreamingdienste öffnen wird.

Apple Music kann sich nicht so recht festlegen

Das Abspielen von Titeln auf Apple Music gelingt recht gut, allerdings finden wir es verwirrend, dass der Homepod mal ganze Alben und mal nur ein bestimmtes Lied abspielt, wenn der Titel für das Album und den Song identisch ist. Prinzipiell scheint Apple Music meist das Album zu bevorzugen und das ist angenehm, weil wir dadurch bequem auch mal eine komplette CD abspielen können. Allerdings können wir uns nicht immer darauf verlassen und wundern uns, wenn der Homepod nach einem Lied wieder verstummt, obwohl wir erwarten, das gesamte Album zu hören. Hier sollte Apple sich zu einem einheitlichen Vorgehen durchringen.

  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Homepod-Stromkabel ist fest verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Unterseite kann Spuren auf Holzoberflächen hinterlassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Musik abgespielt wird, zeigt der Homepod Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die optische Siri-Rückmeldung ist nicht sonderlich auffällig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apples Homepod (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn Siri aktiv ist, leuchtet der Homepod in der Mitte auf. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Wenn Musik abgespielt wird, zeigt der Homepod Lautstärketasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Eine weitere Homepod-Besonderheit betrifft die Einrichtung des Geräts. Der Lautsprecher kann nur mit einem Apple-Smartphone oder -Tablet aktiviert werden. Auch für die Konfiguration ist ein solches Gerät erforderlich. Apple bietet als einziger Hersteller Android-Nutzern keine Möglichkeit, seinen smarten Lautsprecher zu verwenden.

Zum Stummschalten des Mikrofons gibt es keinen Schalter am Homepod

Der Homepod ist der einzige uns bekannte smarte Lautsprecher, der keine Taste am Gerät hat, um das Mikrofon stummzuschalten. Dafür kann mit dem Zuruf "Hey, Siri, schalte Hey, Siri ab" das Mikrofon deaktiviert werden. Alternativ funktioniert erfreulicherweise auch "Hey, Siri, schalte das Mikrofon aus". Wir empfinden es aber als störend, dass nach diesem Befehl unnötige lange Nachfragen des Assistenten kommen, bis das Mikrofon ausgeschaltet wird. Denn dann hören wir erst einmal "Möchtest Du wirklich, dass ich aufhöre, auf Hey Siri zu achten?". Und erst, wenn wir das bejahen, kommt: "Ok, ich habe Hey Siri deaktiviert." Mit einem simplen Schalter gäbe das Problem nicht, außerdem ist es intuitiver, wenn ein solcher am Gerät vorhanden wäre.

Alternativ kann das Mikrofon über ein Apple-Smartphone oder -Tablet abgeschaltet werden - das ist aber unnötig umständlich, weil dafür viele Schritt nötig sind. Auf diesem Wege kann das Mikrofon auch wieder eingeschaltet werden. Zudem kann es über den Homepod eingeschaltet werden, indem länger das Siri-Feld gedrückt wird, um den Assistenten zu aktivieren. Dann können wir mit "Hey, Siri, schalte Hey Siri an" oder mit "Hey, Siri, schalte das Mikrofon an" das Zuhören wieder aktivieren.

Umgekehrt fehlt Alexa und Google Assistant eine Möglichkeit, die Mikrofone der smarten Lautsprecher aus der Ferne umzustellen. Das wäre eine willkommene Verbesserung. Wie auch bei Alexa und Google Assistant gibt es keine getrennte Lautstärkeregelung für die Siri-Stimme. Wer gerade mit dem Homepod laut Musik hört und Siri aktiviert, wird entsprechend angebrüllt.

Apples Siri kann immer nur mit "Hey, Siri" aktiviert werden, eine alternative Phrase sieht Apple nicht vor. Hier haben Nutzer des Google Assistant etwas mehr Auswahl, sie können entweder "Hey, Google" oder "Ok, Google" sagen, eine Änderung ist nicht vorgesehen. Alexa erlaubt neben "Alexa" selbst zwar auch andere Aktivierungswörter, allerdings steht diese Funktion nur für die Amazon-eigenen Echo-Geräte zur Wahl. Dann kann als Signalwort "Amazon", "Echo" und "Computer" verwendet werden. Wer einen Alexa-Lautsprecher eines anderen Herstellers hat, kann das Signalwort hingegen nicht ändern.

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tomate.salat.inc 18. Jun 2018

Ja, dass man skills koppeln kann kenne ich von Fernbedienungsskills die das Handy dazu...

jo-1 18. Jun 2018

"Immer schon"? Ich meide soziale Medien aus Sicherheitsgründen ;-) (die mir wichtigen...

p h o s m o 17. Jun 2018

Bin ich doch schon! Nochmal zur Frage: Der Vergleich mit dem ZX81 beleidigt selbigen...

cherubium 15. Jun 2018

Genau mein Gedanke. ja, alexa versteht fast alles. Es ist fast unmöglich, einen Satz so...

tomate.salat.inc 15. Jun 2018

Kannst doch auch andere Listen verwenden. Habs noch nicht ausprobiert aber in den...


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