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Deutsche Raumfahrt:
Rocket Factory Augsburg macht unglaubwürdige Versprechen

Die Rocketfactory Augsburg will das deutsche SpaceX sein. Aber für die Entwicklung ihrer neuen Rakete ist die Technik zu kompliziert, die Zeit zu knapp und der Preis zu niedrig.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Die RFA One soll die erste deutsche Trägerrakete werden. (Bild: Rocketfactory Augsburg Presskit)
Die RFA One soll die erste deutsche Trägerrakete werden. Bild: Rocketfactory Augsburg Presskit

Einzelne Schwachstellen im Geschäftsmodell von Raketen-Startups sind normal. Aber seit die Rocket Factory Augsburg (RFA) im Sommer 2020 entschieden hat, die Pläne für ihre Rakete RFA One zu überarbeiten, sind die schon damals überambitionierten Ziele völlig unrealistisch geworden. Schon bei der Bekanntgabe der Preisträger des deutschen Raketenwettbewerbs gab es widersprüchliche Angaben zur Rakete, der RFA One. Kurze Zeit später wurden ihre technischen Daten auf der Webseite(öffnet im neuen Fenster) geändert. Nun sollte die Rakete 1.200 kg statt 200 kg Nutzlast haben und viel komplexere und leistungsfähigere Triebwerke benutzen.

Trotzdem sprachen die Firmengründer im Countdown Podcast(öffnet im neuen Fenster), zu dem auch der Artikelautor gehört, am 24. Februar 2021 noch immer davon, dass die Rakete 2022 starten können und drei Jahre später mit 30 Starts pro Jahr profitabel sein soll. Der Startpreis war zuvor mit 3 Millionen Euro konkurrenzfähig mit Raketen vergleichbarer Nutzlast von 200 kg. Aber trotz der massiven Steigerung auf 1.200 kg soll sich am Preis nichts ändern. Vergleichszahlen von anderen Raketen-Startups sind 25 kg für 2 Millionen Euro (Astra – Rocket 3, 150 kg Nutzlast sind geplant), 200 kg für 6 Millionen Euro (Rocketlab – Electron) und 300 kg für 10 Millionen Euro (Virgin Orbit – Launcher One).

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