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Deutsche Post: Verdi setzt Post-Warnstreik bei Zustellern fort

Die Beteiligung am Streik bei der Deutschen Post soll gut sein: Nach den Beschäftigten in Briefzentren sollen nun die Zusteller ihre Arbeit niederlegen.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Zusteller der Post (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Zusteller der Post Bild: Sean Gallup/Getty Images

Viele Briefkästen dürften leer bleiben: Im Tarifstreit bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi am 21. Januar 2023 ihre Warnstreiks fortgesetzt. Nachdem am 20. Januar der Schwerpunkt auf den Brief- und Paketzentren lag, waren am Folgetag die Zusteller bundesweit aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

"Die Beteiligung ist gut, die Stimmung unter den Streikenden auch" , sagte ein Verdi-Sprecher am Samstag in Berlin. "In welchem Umfang es zu Einschränkungen kommt, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Ein Überblick wird uns gegen Mittag vorliegen" , sagte ein Post-Sprecher auf Anfrage.

An den Ausständen in den Brief- und Paketzentren hatten sich nach Verdi-Angaben am 19. und am 20. Januar 2023 rund 15.000 Beschäftigte beteiligt. Schon aus diesem Grund kann es laut Post zu tagelangen Verzögerungen bei der Zustellung kommen.

Verdi verlangt 15 Prozent mehr Gehalt

Die Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Der Post-Vorstand lehnt die Forderung als unrealistisch ab. Verdi will die Streiks «als deutliches Zeichen in Richtung Arbeitgeber» verstanden wissen. Die Arbeitgeber hätten in der zweiten Verhandlungsrunde deutlich gemacht, dass sie nicht bereit seien, die Reallohnverluste der 160.000 Tarifbeschäftigten auszugleichen.

Bei der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die Beschäftigten der Deutschen Post gingen der Konzern und Verdi ohne Ergebnis auseinander. Die Konzernführung habe "sich sehr deutlich geäußert, dass sie nicht bereit sind, den Reallohnverlust und die Inflation auszugleichen. Dies sei nicht finanzierbar. Diese Sichtweise ist für uns nicht akzeptabel" , sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Die Verhandlungen gehen am 8. und 9. Februar weiter. Die Post hat angekündigt, dann ein Angebot vorlegen zu wollen.


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