Deutsche Post: Neuer E-Post-Brief bald mit End-to-End-Verschlüsselung

Was die De-Mail nicht kann, will jetzt der konkurrierende E-Post-Brief ermöglichen: End-to-End-Verschlüsselung, ohne dass die E-Mails kurzzeitig auf den Mailservern entschlüsselt und wieder verschlüsselt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Werbung für den E-Post-Brief
Werbung für den E-Post-Brief (Bild: Deutsche Post)

Auf der diesjährigen Cebit wird die Deutsche Post einen erweiterten E-Post-Brief vorstellen, der End-to-End-Verschlüsselung leisten soll. Das gab das Unternehmen am 1. März 2013 bekannt. Der E-Post-Brief für Berufsgeheimnisträger soll Ärzten, Anwälten, Sozialarbeitern oder Beamten die Möglichkeit geben, elektronische Kommunikationsmittel geschäftlich zu nutzen, ohne dabei gegen ihre Verschwiegenheitspflicht nach Paragraf 203 des Strafgesetzbuchs (StGB) zu verstoßen.

Stellenmarkt
  1. Product Designer UX/UI (m/f/d)
    ToolTime GmbH, Berlin
  2. DB-Programmierer*in (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

Der erweiterte E-Post-Brief ermögliche beispielsweise die Abrechnung privatärztlicher Leistungen oder die Kommunikation zwischen Steuerberatern beziehungsweise Anwälten und ihren Mandanten. Das Produkt sei ab Sommer 2013 verfügbar, erklärte die Deutsche Post.

Ohne weitere Hardware oder zusätzliche Dienstleister könne der Empfänger die Nachrichten automatisch im Browser entschlüsseln. Weitere Angaben zur Form der Verschlüsselung wurden nicht genannt.

Damit komme das Unternehmen auch einer Forderung des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar im Rahmen der De-Mail-Diskussion nach. Wenn der Anwender eine De-Mail an einen anderen De-Mail-Teilnehmer verschickt, wird diese kurzzeitig auf den De-Mail-Servern entschlüsselt und wieder verschlüsselt. Dabei wird die Verbindung zum Nutzer per SSL verschlüsselt, diese Verschlüsselung aber auf Serverseite terminiert. Geschäftskunden, die über ein Gateway an De-Mail angeschlossen sind, können die End-to-End-Verschlüsselung über bestehende Systeme wie S/MIME oder PGP durchführen. Für Privatkunden ist aktuell nur die Möglichkeit gegeben, auf Fileebene verschlüsselte Daten an eine De-Mail als Attachment anzuhängen, etwa mit Truecrypt verschlüsselte Dokumente. Das Sicherheitsunternehmen Secunet hatte die Provider aufgefordert, in ihren Portalen eine Möglichkeit zur End-to-End-Verschlüsselung anzubieten.

Golem Akademie
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Innenausschuss des Bundestages hat am 23. Februar 2011 mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition das De-Mail-Gesetz beschlossen. Oliver Vossius vom Deutschen Notarverein sagte bei der Anhörung am 7. Februar 2011, er persönlich werde sich De-Mail "nicht antun".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


hb 13. Mär 2013

Der fehlende Zwang kann nur der einzige Kritikpunkt sein. Denn auch De-Mail bietet...

hb 04. Mär 2013

Niemand hält dich davon ab, End-zu-End Verschlüsselung zu nutzen. Womit dein Kommentar...

hb 03. Mär 2013

Selbstverständlich ist sie das. Ja - und eine De-Mail, in der offensichtlich...

hb 02. Mär 2013

Das Problem liegt nicht wirklich in den Programmen, sondern im System. Dass GPG nicht...

CodeMagnus 02. Mär 2013

Nachtrag: http://www.rot13.com/index.php Viel Spaß. Happy Weekend!



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Serielle Schnittstellen
Die Magie der Gigabit-Links

Serielle High-Speed-Links erscheinen irgendwie magisch. Wir erklären am Beispiel von PCI Express, welche Techniken sie ermöglichen - und warum.
Von Johannes Hiltscher

Serielle Schnittstellen: Die Magie der Gigabit-Links
Artikel
  1. Matrix: Grundschule forkt Messenger
    Matrix
    Grundschule forkt Messenger

    Statt auf Teams oder Google setzt eine Grundschule in NRW beim Homeschooling auf einen selbst angepassten Matrix-Client. Die Mühe lohnt sich.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  2. Android: Google wusste von falsch ausgelesenen QR-Codes
    Android
    Google wusste von falsch ausgelesenen QR-Codes

    Seit dem Frühjahr 2021 weiß Google davon, dass QR-Codes falsch ausgelesen werden - für eine Gefahr hielt das Unternehmen dies nicht.

  3. Elektrotransporter: Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz
    Elektrotransporter
    Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz

    Volkswagens Elektrobus ID.Buzz wird im März 2022 vorgestellt, doch einen ersten Blick gewährt VW schon jetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.499€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /