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Deutsche Post: Die Drohne wird gelb

Nach Amazon hat auch die Deutsche Post die Auslieferung per Drohne getestet: Ein gelber Quadrocopter brachte eine Lieferung mit Arzneimitteln über den Rhein in die Postzentrale.
/ Werner Pluta
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DHL Postkopter: einen Kilometer über unbewohntes Gebiet (Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)
DHL Postkopter: einen Kilometer über unbewohntes Gebiet Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Von der Gelben Post zur Drohnenpost: DHL, das Logistikunternehmen der Deutschen Post, hat in Bonn die Auslieferung von Gütern mit einer Drohne getestet: Ein knallgelber Quadrocopter transportierte eine Sendung mit Medikamenten über den Rhein in die Zentrale der Post.

Die Drohne – DHL Paketkopter genannt – ist ein MD4-1000 Quadrocopter(öffnet im neuen Fenster) des Siegener Unternehmens Microdrones(öffnet im neuen Fenster) . Er wiegt knapp 2,7 Kilogramm und kann mit einer Nutzlast von maximal 1,2 Kilogramm beladen werden. Die Flugdauer beträgt je nach Nutzlast etwa eine halbe Stunde.

Zwei Piloten

Der Paketkopter sei etwa einen Kilometer über unbewohntem Gebiet in einer Höhe von etwa 50 Metern geflogen, berichtet der Westdeutsche Rundfunk(öffnet im neuen Fenster) (WDR). Die Rheinüberquerung habe etwa zwei Minuten gedauert. Die Drohne sei dabei von zwei Piloten ferngesteuert worden. Für den Flug hatte DHL eine behördliche Genehmigung.

Der Paketkopter sei ein Forschungsprojekt, und die Post stehe "erst ganz am Anfang" , zitiert der WDR Post-Manager Ole Nordhoff. Drohnen seien "eine spannende Technologie" , die für konkrete Anwendungen weiterentwickelt werden müsse.

In der Vorwoche hatte der Onlinehändler Amazon das Programm Amazon Prime Air vorgestellt, bei dem ebenfalls Waren per Drohne ausgeliefert werden sollen.


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