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Deutsche Giganetz: Neuer Netzbetreiber erhält halbe Milliarde von Deutsche Bank

Von der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS bekommt Deutsche Giganetz zusätzliches Geld und will seine FTTH -Ausbaupläne nun erweitern.
/ Achim Sawall
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Deutsche-Giganetz-Chef als Podiumsteilnehmer (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Deutsche-Giganetz-Chef als Podiumsteilnehmer Bild: Achim Sawall/Golem.de

Deutsche Giganetz hat die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS als weiteren Geldgeber gewonnen. Das teilte(öffnet im neuen Fenster) der Glasfasernetzbetreiber am 22. Juli 2022 mit. Unternehmenssprecher Frank Wittich-Böcker sagte Golem.de auf Anfrage: "Die DWS erwirbt Anteile, InfraRed bleibt weiterhin als Anteilseigner bestehen und plant, seine Beteiligung noch weiter zu erhöhen. Damit hat die Deutsche Giganetz künftig zwei Großinvestoren an Bord und erweitert ihre Möglichkeiten."

Deutsche Giganetz mit Sitz in Hamburg wird bisher von der kanadischen Sunlife-Versicherungsgruppe (Infrared Capital Partners) mit 3 Milliarden Euro finanziert, die innerhalb der kommenden 5 Jahre investiert werden sollen.

Zu der Summe der Beteiligung wollte Wittich-Böcker vor Abschluss der Prüfung der EU-Kommission und dem Closing der Vereinbarung keine Stellung nehmen. Nach Informationen des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) will die DWS einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag investieren. Giganetz-Chef Jan Budden sagte dem Handelsblatt: "Die Investitionszusagen ermöglichen es uns, über unseren ursprünglichen Geschäftsplan hinauszuwachsen."

Open Access und 5G-Anbindung

Jan Geldmacher, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Deutschen Giganetz sagte, die anfängliche Fokussierung auf das Retail- und Business-Segment werde damit erweitert: "Schon heute wird Open Access für die eigenen Netze angeboten und in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Anbindung an die für den Ausbau des 5G-Netzes erforderlichen Mobilfunk-Stationen zukünftig ermöglicht."

Giganetz konzentrierte sich zuerst auf Hessen und Baden-Württemberg. "In den kommenden Wochen und Monaten wollen wir unser Angebot auch den Bürger*innen und Kommunen in weiteren Bundesländern ermöglichen, in Bayern und Thüringen sind dazu bereits die ersten Kooperationsverträge unterzeichnet worden" , sagte ein Sprecher zuvor.


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