Deutsche Darpa: Cyberagentur des Bundes offiziell gegründet

Die neue Behörde solle Deutschlands "Technologie-Souveränität in der Cybersicherheit" stärken, sagen Seehofer und Kramp-Karrenbauer.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Horst Seehofer (l.) und Annegret Kramp-Karrenbauer haben die Cyberagentur offiziell gegründet.
Horst Seehofer (l.) und Annegret Kramp-Karrenbauer haben die Cyberagentur offiziell gegründet. (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Zwei Jahre nach der ersten Ankündigung ist die neue Cyberagentur des Bundes mit Übergangssitz in Halle (Saale) offiziell gegründet worden. Eine entsprechende Urkunde sei unterzeichnet worden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mit. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sprach von einem "Meilenstein zum Schutz unserer IT-Systeme".

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Die neue Agentur für Innovation in der Cybersicherheit wird gemeinsam vom Verteidigungs- und vom Bundesinnenministerium getragen. Sie soll Forschungsvorhaben anstoßen und fördern, die die innere und äußere Sicherheit in der Cyberwelt verbessern. Auch die Entwicklung offensiver Cyberwaffen ist vorgesehen.

Dafür wird die Einrichtung bis 2023 zunächst mit 350 Millionen Euro finanziert. Bis zu 100 Arbeitsplätze sollen direkt bei der Agentur entstehen. Sie hat ihren Sitz zunächst in Halle. Langfristig soll sie am Flughafen Leipzig/Halle angesiedelt werden. Im Oktober ist eine feierliche Eröffnungsveranstaltung auf Ministerebene in Halle geplant.

Die Agentur sei gezielt in dieser Region angesiedelt worden, die auch vom Strukturwandel durch den Braunkohleausstieg betroffen ist, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) laut Mitteilung. Für Seehofer und Kramp-Karrenbauer ist die Gründung "ein wichtiger Schritt zu mehr Technologie-Souveränität in der Cybersicherheit".

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Forschungsdirektor der Cyberagentur ist Christoph Igel. Er arbeitete am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), bevor er zur Bundeswehr wechselte und jetzt den Aufbau der neuen Cyberagentur übernahm. Die erste drängende Aufgabe werde es sein, die besten Köpfe in Deutschland zum Thema Cybersicherheit zu gewinnen, wird Igel vom Verteidigungsministerium zitiert. Welche Forschung die Agentur gezielt unterstützen wird, ist zunächst offen.

Der Start der Cyberagentur hatte sich mehrfach verschoben. Zunächst dauerte die Standortsuche länger als geplant, dann bremste der Haushaltsausschuss des Bundestags, weil über die Organisationsform der Agentur gestritten wurde. Kritik an den Finanzierungsplänen gab es vom Bundesrechnungshof.

Die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Seehofer hatten die Agentur im August 2018 vorgestellt. Die neue Behörde soll demnach Ausschau nach potenziell neuen Technologien halten, die Bedeutung für die innere und äußere Sicherheit Deutschlands haben könnten. Vorbild ist die Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums, die Darpa. Ebenso wie Seehofer sprach sich von der Leyen ihrerzeit dafür aus, dass die Behörden die Fähigkeiten für Gegenangriffe im Netz, sogenannte Hackbacks, beherrschen sollten.

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