Deutsche Bank: Nach 13 Jahren ist die Postbank-IT integriert

Die Deutsche Bank hat seit 2010 zwei IT-Plattformen für Privatkunden betrieben, weil erst jetzt die Integration von Daten der Postbank geschafft wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Deutsche-Bank-Hochaus in Frankfurt am Main: Jetzt sind die Postbank-Daten endlich in die Deutsche-Bank-IT integriert.
Das Deutsche-Bank-Hochaus in Frankfurt am Main: Jetzt sind die Postbank-Daten endlich in die Deutsche-Bank-IT integriert. (Bild: John Macdougall / AFP via Getty Images)

Wenn ein Großkonzern einen anderen kauft oder man sich auf eine gleichberechtigte Verschmelzung einigt, stehen die Synergieeffekte im Fokus. Dass es aber oftmals komplizierter ist als zunächst angenommen, zeigt ein Bericht der Financial Times, wonach fast 13 Jahre nach der Übernahme des ersten Aktienpakets die Postbank-Privatkundendaten über ein Wochenende in einer Mammutaktion endlich in das IT-System der Deutschen Bank integriert werden konnten.

Ein hektisches Wochenende

An einem Wochenende Anfang Juli arbeiteten 200 Banker und IT-Spezialisten daran, eine Aufgabenliste mit 2.833 Einträgen abzuschließen, um die verbleibenden Daten von 12 Millionen Kunden der Postbank auf die Computersysteme der Deutschen Bank zu übertragen. Diesen Abschluss der Migration habe man in den Monaten zuvor mehrmals geübt, schrieb die Financial Times.

Das erste Projekt zur Migration der Postbankdaten mit dem Codenamen Magellan hatte zwischen 2010 und 2015 bereits eine Milliarde Euro gekostet – und scheiterte. Das führte dazu, dass die Deutsche Bank die Postbank wieder verkaufen wollte. Es fand sich jedoch kein Abnehmer. Ab 2017 lief dann der jetzt abgeschlossene zweite Anlauf als Projekt Unity.

Projekt geschafft, aber eigentlich ausgegebene Ziele verfehlt

Gestartet war Projekt Unity mit dem Ziel, durch die volle Datenmigration ab 2022 "jährliche Kosteneinsparungen und zusätzliche Einnahmen" von 900 Millionen Euro zu bringen. Das wurde bis zum Abschluss der Migration nicht erreicht, inzwischen sollen es nur noch 300 Millionen Euro jährlich ab dem Jahr 2025 sein.

Denn abgeschaltet werden kann die Postbank-IT auch jetzt noch nicht: Historische Transaktionsdaten müssen noch archiviert werden. Deshalb kann der Stecker erst nächstes Jahr gezogen werden.

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1ras 26. Jul 2023

Naja, das Einlösen von Lastschriften ist die Grundfunktionalität eines Girokontos und...

robocp 25. Jul 2023

Die Integration scheiterte 2015 nicht sie war sehr weit fortgeschritten, es waren andere...

demon driver 25. Jul 2023

Privat bin ich nach dem Wechsel weg von der Postbank vor einigen Jahren wegen...

JouMxyzptlk 25. Jul 2023

Die laufenden Privatkredite sind noch nicht alle drüben. Sind aber dran.



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