Deutsche Bank: 2,9 Millionen Konten waren von IT-Problemen betroffen

Zahlreiche Kunden der Deutschen Bank sahen in der vergangenen Woche Doppelbuchungen auf ihrem Konto. Jetzt hat das Geldhaus bekanntgegeben, wie viele Konten betroffen waren. Wer finanzielle Schäden erlitten hat, kann auf Kulanz der Bank hoffen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die IT-Probleme bei der Deutschen Bank sind behoben.
Die IT-Probleme bei der Deutschen Bank sind behoben. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Am vergangenen Freitag wunderten sich viele Kunden der Deutschen Bank über vermeintliche Doppelbuchungen auf ihren Konten. Jetzt hat die Bank ermittelt, wie viele Konten tatsächlich von der Panne im Buchungssystem betroffen waren - rund 2,9 Millionen. Insgesamt seien mehr als 13 Millionen Buchungen falsch angezeigt worden, sagte ein Sprecher am Dienstag in Frankfurt.

Stellenmarkt
  1. Manager Testautomation (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. Software Stack Developer (m/f/div)
    Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Detailsuche

Am Freitag waren auf Kontoauszügen Abbuchungen und Einzahlungen vom 1. Juni doppelt erschienen. Bei manchen Kunden wurde ein höherer Kontostand dargestellt, andere Konten rutschten ins Minus. Etliche Kunden beklagten am Freitag, dass sie nicht an ihr Geld kämen.

"Für die überwiegende Zahl der Kunden waren die vermeintlichen Abbuchungen oder Zahlungseingänge zwar unangenehm und verwirrend, blieben im Zahlungsverkehr aber folgenlos", sagte ein Sprecher des Geldinstituts. "Etwas mehr als zwei Prozent der betroffenen Kunden hatten allerdings Probleme" - etwa am Geldautomaten oder beim Bezahlen mit der EC-Karte. Das bedauere die Bank außerordentlich. Betroffene Kunden dürfen bei finanziellen Schäden nun auf die Kulanz der Bank hoffen.

Rein rechnerisch sind somit etwa 58.000 Kunden von der Panne betroffen - zwei Prozent der rund 2,9 Millionen Konten. Der Sprecher verwies jedoch darauf, dass einzelne Kunden auch mehrere Konten bei der Bank haben. Daher könne die Zahl auch deutlich niedriger liegen. Das Institut selbst nannte keine genaue Zahl.

Ein Verarbeitungsproblem war schuld

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Zu den Gründen für den Ausfall gibt es bislang nur wenig Details: "Ursache für die falsch angezeigten Buchungen war ein Verarbeitungsproblem am 2. Juni, das fehlerhaft korrigiert wurde", erklärte der Sprecher. "Die Bank hat deshalb zusätzliche Vorkehrungen in der IT getroffen, damit sich ein solcher Vorgang nicht wiederholen kann." Welche Maßnahmen das sind, lässt die Bank aber offen.

Die Deutsche Bank hatte bereits am Samstag mitgeteilt, die Probleme seien behoben, die Kontostände würden wieder korrekt angezeigt. Von Anfang an hatte das Geldhaus versichert, dass keine der doppelt dargestellten Zahlungen tatsächlich erfolgt sei. Deutschlands größtes Geldhaus hat in seinem Heimatmarkt rund acht Millionen Privatkunden, die Hälfte davon nutzt nach Bankangaben intensiv das Online-Banking.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chefin 09. Jun 2016

Schaden der dir enstanden ist muss man natürlich einzeln geltend machen. Wobei Schäden...

Hotohori 08. Jun 2016

03. Mai? Die haben sie dann aber zeit gelassen darauf hinzuweisen.

CaptnCaps 08. Jun 2016

In den Verlautbarungen, die aktuell (und nicht rückblickend) von dem Problem berichtet...

gudixd 08. Jun 2016

Im Falle der Nichtausführung eines Überweisungsauftrages oder einer zurückgehenden...

Der Held vom... 07. Jun 2016

Kulanz ist der freiwillige Rechtverzicht einer Vertragspartei. Auf welches Recht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Windows 11: Trackpad für Windows-PCs erinnert an Apples Force Touch
    Windows 11
    Trackpad für Windows-PCs erinnert an Apples Force Touch

    Mit einem piezoelektrischem Element bauen die Firmen Boréas und Cirque ein Touchpad, das auf Druck reagiert und an Force Touch erinnert.

  3. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /