Deutsche Bahn steigt aus: Clevershuttle meldet Insolvenz an

Das Berliner Mobilitätsunternehmen Clevershuttle hat Insolvenz angemeldet. Grund für die Zahlungsunfähigkeit sei die Entscheidung der Deutschen Bahn, sich als Mehrheitseigentümer aus dem Mutterunternehmen GHT Mobility GmbH zurückzuziehen, teilte Clevershuttle am 3. Mai 2023 mit(öffnet im neuen Fenster) . Die operativen Regionalgesellschaften des Berliner Start-ups sind demnach nicht betroffen. Sämtliche von Clevershuttle betriebenen Verkehre würden bis auf Weiteres weitergeführt.
Die Bahn war der Mitteilung zufolge seit 2018 Mehrheitseigner und hielt zuletzt 86 Prozent der Unternehmensanteile. Clevershuttle war ursprünglich in Berlin als Sammeltaxidienst gestartet (g+), inzwischen konzentriert sich das Unternehmen auf regionale Bedarfsverkehre.
Derzeit betreibe Clevershuttle 21 On-Demand-Verkehre in mehr als 45 Kommunen. Diese seien als eigenständige GmbHs organisiert und machten Gewinne, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Golem.de.
"Wir planen, die Arbeitsplätze zu sichern und unsere Verkehre weiterzuführen. Mit profitablen Regionalgesellschaften, neun Jahren Erfahrung im Betrieb von On-Demand-Verkehren, hoher Software-Expertise und hervorragenden Beziehungen zu unseren Kunden blicken wir trotz dieser Nachricht optimistisch in die Zukunft. Erste Gespräche mit möglichen Investoren laufen bereits" , sagte Geschäftsführer Bruno Ginnuth.
Ob das geplante Projekt mit autonomen Fahrzeugen nach Level 4 im Rhein-Main-Gebiet weitergeführt wird, steht nach Angaben der Sprecherin noch nicht fest. Dieses im Juni 2022 vorgestellte Angebot sollten der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn mit deren Tochterfirmen Ioki und Clevershuttle gemeinsam realisieren.



