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Deutsche Bahn: Regionalzüge sollen sich selbst bereitstellen

In einem Projekt wollen die Deutsche Bahn und Siemens Züge für den automatisierten Zugverkehr ausrüsten.
/ Werner Pluta
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Züge (Symbolbild): gleich Hardware, unterschiedliche Software (Bild: Deutsche Bahn)
Züge (Symbolbild): gleich Hardware, unterschiedliche Software Bild: Deutsche Bahn

Automated Train heißt das Projekt. Ziel ist, dass Züge Bereitstellungs- und Abstellungsfahrten selbstständig durchführen. Durch das vollautomatisierte, fahrerlose Fahren sollen Züge laut der Deutschen Bahn häufiger und flexibler eingesetzt werden.

Für das Projekt werden bis 2026 zwei Züge mit Sensoren ausgestattet: ein Zug der Stuttgarter S-Bahn sowie ein Mireo Smart, ein Regionalzug von Siemens Mobility. Mit den Sensoren sollen die Züge in der Lage sein, ihr Umfeld zu erkennen und auf Hindernisse zu reagieren, vergleichbar mit dem autonomen Fahren auf der Straße. Erkennen die Sensoren ein Hindernis, bremst das Fahrzeug selbstständig ab.

So ausgestattet soll der Mireo von der Abstellanlage bis zur ersten Station ohne Lokführer fahren. Der zweite Zug soll unter anderem Daten für die Hinderniserkennung sammeln.

Die Hardware wird bei beiden Züge gleich sein. Aber sie bekommen unterschiedliche Software. Dadurch können die aufgenommenen Sensordaten und die Reaktionen der Software auf besondere Vorkommnisse miteinander verglichen werden.

"Erstmals in Deutschland testen wir im Regionalverkehr vollautomatisiertes, fahrerloses Fahren basierend auf ETCS" , sagte Andre Rodenbeck von Siemens Mobility(öffnet im neuen Fenster) . "Wir statten einen unserer Mireo-Smart-Regionalzüge mit neuester GoA4-Technologie für das Vorbereiten und Bereitstellen des Zuges aus. Hiermit setzen wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu fahrerlosen Bahnen und Hinderniserkennung um Schienenverkehr fort."


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