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Deutsche Bahn: ICE 3 Neo startet mit mehr Platz und besserem Empfang

Die neueste Version des Klassikers ICE 3 der Deutschen Bahn ging in Frankfurt auf die erste planmäßige Fahrt. Die Verbesserungen stecken im Detail.
/ Sebastian Grüner , dpa
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Der ICE 3 Neo auf seiner ersten offiziellen Fahrt mit zahlenden Fahrgästen (Bild: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt)
Der ICE 3 Neo auf seiner ersten offiziellen Fahrt mit zahlenden Fahrgästen Bild: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt

Die Deutsche Bahn hat ihren neuesten ICE-Schnellzug auf die Strecke geschickt(öffnet im neuen Fenster) . Am Montag startete der erste ICE 3 Neo erstmals mit zahlenden Fahrgästen an Bord von Frankfurt nach Köln. Äußerlich ähnelt der von Siemens gebaute Zug stark dem seit dem Jahr 2000 wohlbekannten ICE 3.

Die Verbesserungen stecken eher im Inneren: Mit einem Hublift soll der Ein- und Ausstieg für Rollstuhlfahrer erleichtert werden. Die Züge werden außerdem mit acht Fahrradstellplätzen und neu gestalteten Gepäckregalen mit mehr Stauraum ausgestattet. Hinzu kommt ein neues Lichtkonzept. Mobilfunkdurchlässige Scheiben sollen den Mobilfunkempfang deutlich verbessern .

Insgesamt 73 ICE 3 Neo(öffnet im neuen Fenster) mit zusammen 30.000 Sitzen hat die Deutsche Bahn bei Siemens bestellt, vier Züge sind bereits ausgeliefert. Ab Zug Nummer 17 sollen Sitze und Inneneinrichtung mit einem neuen Design ausgestattet werden. Bis 2029 soll der letzte Zug ausgeliefert sein. Rund 2,5 Milliarden Euro zahlt der bundeseigene Konzern dafür. Erst Anfang dieses Jahres bestellte die Bahn mehr Exemplare des ICE 3 .

ICE 3 Neo dringend benötigt

Die Züge würden dringend benötigt, erklärte DB-Personenverkehrs-Vorstand Michael Peterson. "Um die Verlässlichkeit ist es bei der Deutschen Bahn aktuell nicht gut bestellt. Leider wird es auch für einen gewissen Zeitraum so bleiben, denn wir arbeiten mit Hochdruck daran, unser Schienensystem zu modernisieren."

Die Züge werden nach Bahn-Angaben mit ihrer Spitzengeschwindigkeit von 320 Kilometern pro Stunde vor allem auf den sogenannten Rennstrecken unterwegs sein, zunächst zwischen Dortmund, Köln, Stuttgart und München. 2024 folgen Verbindungen nach Brüssel und Amsterdam. In der Mitte ist der Frankfurter Flughafen erreichbar, damit möglichst viele Inlandsflüge überflüssig werden.

Neben dem ICE 3 Neo läuft die Auslieferung von insgesamt fast 140 etwas langsameren ICE 4, die ebenfalls von Siemens kommen. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen laut Peterson mehr als 450 ICE im Netz unterwegs sein – etwa hundert mehr als aktuell. Die Regierung will bis 2030 rund doppelt so viele Fahrgäste wie heute auf die Schiene bringen.


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