Deutsche Bahn: Handy-Ticket-Anteil steigt deutlich

Online- und Handy-Tickets sind im Bahnverkehr in Deutschland erfolgreich. Neue Zahlen deuten darauf hin, dass das bald der wichtigste Verkaufsweg wird. Noch hat die Bahn aber nicht alle Probleme mit den digitalen Fahrscheinen gelöst.

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Mittlerweile fährt ein großer Teil der Fahrgäste mit einem Handy- oder Online-Ticket in solchen ICE-Ts.
Mittlerweile fährt ein großer Teil der Fahrgäste mit einem Handy- oder Online-Ticket in solchen ICE-Ts. (Bild: Deutsche Bahn)

Der Zugbetreiber Deutsche Bahn ist mit seinem Handy-Ticket offenbar ausgesprochen erfolgreich, wie das Unternehmen bekanntgab. So stieg der Handy-Ticket-Anteil, also Fahrscheine, die per App auf einem Smartphone gekauft wurden, um 75 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf das abgelaufene Jahr 2018 im Vergleich zum Jahr 2017. Insgesamt wurden 28,3 Millionen Handy-Tickets verkauft. Weitaus beliebter sind aber immer noch die Online-Tickets mit 42 Millionen verkauften Fahrscheinen.

Damit liegt der Anteil der Tickets, die ohne Bahnhofspersonal, Schaffner oder Automaten verkauft werden können, bei 45 Prozent, so die Bahn. Zahlen vom Vorjahr werden hier nicht genannt. Der Komfort und die Geschwindigkeit bei der Buchung, den die Bahn-App trotz einiger Usability-Schwächen bringt, überzeugten die Kunden offenbar zunehmend. Bei einfachen Buchungen funktioniert das System auch recht gut. Zumal sich der Sitzplatz mittlerweile sehr angenehm aussuchen lässt und auch Fahrten ins Ausland oft mit dem Handy-Ticket funktionieren. Auch das erfolgreich eingeführte Komfort-Check-in-Verfahren dürfte einen Anteil daran haben. Komplexere Buchungen mit Fahrtunterbrechungen sind hingegen weiterhin die Stärke der Reisezentren.

Manchmal braucht es einen Ausdruck

In einigen Sonderfällen haben die Handy-Tickets jedoch noch immer einige Nachteile, die zum Teil auch für Online-Tickets gelten. Wer etwa die Fahrgastrechte geltend machen will, der kann trotz der fortschreitenden Digitalisierung diese nicht etwa in der App beanspruchen. Es ist nicht einmal möglich, sich eine Entschädigung für die Verspätung im Reisezentrum geben zu lassen, was bei regulär verkauften Tickets funktioniert. Stattdessen muss das Fahrgastrechte-Formular samt ausgedrückter Ticket-Bestätigung an das Servicecenter in Frankfurt am Main geschickt werden. Immerhin ist es ein kostenloses Antwortscheiben.

Schwierig ist ferner der Umgang mit den recht neuen sogenannten differenzierten Flextickets in Verbindung mit dem City-Ticket. Zum einen ist die Gültigkeit nicht sofort ersichtlich, was bei den alten Flextickets unproblematisch war, und zum anderen sind Fahrtunterbrechungen unter Umständen nicht mit dem Online-Ticket möglich, ohne eine Schwarzfahrt im City-Bereich zu riskieren.

Wer eine längere Fahrtunterbrechung mit Übernachtung plant oder zu spät in der Nacht ankommt braucht zwingend einen Zangenabdruck. Die Schaffner werden den Abdruck freilich nicht auf dem Display des Smartphones hinterlassen. Eine Lösung, bei der das digitale Ticket gescannt wird und ein Zangenabdruck digital über das Backend zur App geschickt wird, gibt es dafür noch nicht. In solchen Fällen ist es dann doch sinnvoll, ein Papierticket zu haben.

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HappyFace 06. Feb 2019

Bis auf das "Gruppenreisegedöns" ist es doch genau so gelöst. Zumindest in der App. Wenn...

z3r0t3n 05. Feb 2019

Dies gilt übrigens genauso für ausgedruckte Online-Tickets, auch diese sind...

ase (Golem.de) 05. Feb 2019

Hallo, das ist in Deutschland sehr komplex. Es gibt hunderte Verkehrsunternehmen...

486dx4-160 05. Feb 2019

Auf einem Google-freien Android-Telefon muss man bei der Bahn-App ständig die Hinweise...



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