Mercedes-Benz setzt auf 800 Volt
Die Stuttgarter erhöhen bei ihren elektrischen SUV den Energiegehalt bei identischer Batteriegröße. Beim EQS SUV 450+ sind nun 118 kWh nutzbar, was bis zu 720 km Reichweite bedeutet (plus sieben Prozent). Bei den Allradversionen wird eine sogenannte Disconnect Unit an der Vorderachse verbaut. Permanenterregte Synchronmotoren erzeugen Schleppverluste, wenn sich der Rotor beim eigentlich abgeschalteten E-Motor dreht. Jetzt erfolgt eine mechanische Trennung von der Achse. Das spart Energie, wenn auf trockener und ebener Strecke nur der Heckmotor arbeitet.
Der Sitzkomfort auf den Rücksitzen im EQS wird verbessert und OTA-Updates liefern Dolby Atmos für die Soundanlage, eine Reiseführer- sowie die Youtube-App für das Infotainment. Alles kleine Verbesserungen, über die großen Dinge reden die Pressesprecher in Stuttgart noch nicht. Einige Onlinemedien berichten aber bereits im Detail über die Plattformerweiterung.
Aus EVA 2 wird EVA 2M. Die wichtigste Neuerung: Das Batteriesystem arbeitet dann mit 800 Volt Spannung. Das ermöglicht höhere Ladeleistungen. Die E-Motoren der Zulieferer werden durch die Eigenentwicklung eATS 2.0 ersetzt. Die Motoren arbeiten mit einem Zwei-Gang-Getriebe, was bislang nur Porsche macht. Der lang übersetzte zweite Gang sorgt bei höheren Geschwindigkeiten für eine effizientere Kraftübertragung auf die Räder. Im Inverter kommen Siliziumkarbidchips (SiC) zum Einsatz. Bei der Umwandlung von Gleichstrom aus der Batterie zu Wechselstrom für den E-Motor arbeiten diese Chips effizienter, und es geht weniger Energie in Form von Wärme verloren.
Kommt der Tesla-Kleinwagen?
Natürlich richten sich die Blicke auch auf den Branchenprimus Tesla. Für das Model 3 gab es mit dem Highland bereits eine Modellpflege. Gleiches wird in diesem Jahr für das Model Y erwartet. Doch interne Tesla-Dokumente, die auf X veröffentlicht wurden, sprechen dagegen. Eine Modellpflege sei erst für das kommende Jahr vorgesehen. Das Gerücht eines Model 2 zu einem Preis von weniger als 25.000 US-Dollar kursiert schon länger. Tesla-Chef Elon Musk bestätigte bereits, dass die Ziffer 2 nicht verwendet werde. Mit Blick auf die Namensgebung bei Volkswagen ergibt das Sinn.
Musk wurde im Interview mit dem US-Autoexperten Sandy Munro Ende 2023 nach dem elektrischen Kleinwagen gefragt. Erstaunlicherweise äußerte sich Musk weder zum Starttermin noch zum geplanten Volumen. "Ich darf nichts kommentieren, was den Aktienkurs beeinflussen könnte", sagte Musk. Scheinbar hat er durch die Strafzahlungen an die Börsenaufsicht gelernt. Aber er wäre nicht Musk, wenn er nicht doch ein paar Details preisgegeben hätte: Die Planungen für den Kleinwagen mit hohen Stückzahlen laufe auf vollen Touren.
Er lasse sich jede Woche den Stand für die Fertigung im Werk bei Austin im US-Bundesstaat Texas vorlegen. Und betonte: "Die Revolutionen im Fertigungsprozess bei diesem Auto wird die Leute umhauen. So eine Fertigungsstrecke hat noch niemand gesehen." Das Rennen um einen bezahlbaren, elektrischen "Volkswagen" ist jedoch vollkommen offen. Vielleicht kommt er aus Austin, Wolfsburg – oder doch aus China?
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| Keine Neuheiten bei Audi |










Du verschwurbelst aber ein paar Sachen in deine berechtigte Kritik... Die Privatjets sind...
Wenn du mein Auto nimmst, das hat 100kWh Akku und im Sommer 540 km reichweite. Wenn das...
Ok. Du kaufst alte Gebrauchtschuesseln und vergleichst deren Preis mit BEV Neuwagen...
Jupp, wie der Vorredner schon sagte, mit einem kleinerem Akku. 10 - 80 ist eben keine...
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