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Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S.
Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Deutsche Autohersteller: Wie viel Silicon Valley muss im autonomen Fahren stecken?

Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S.
Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Im Wettstreit um die Entwicklung selbstfahrender Autos spielt das Silicon Valley eine wichtige Rolle. Die US-Autoindustrie setzt auf ihre traditionellen Standorte. Deutsche Hersteller sind dort nicht gleichermaßen präsent.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Auf eine solche Idee kann man wohl nur im Silicon Valley kommen: In einer Sonderausstellung zum autonomen Fahren des Computer History Museum in Mountain View steht Googles berühmtes Kugelauto mittendrin. Als sei die Entwicklung selbstfahrender Autos schon Geschichte und mit dem lenkradlosen Zweisitzer zum Abschluss gekommen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Wettstreit um die ersten autonomen Serienautos ist im vollen Gange. Auch für die deutschen Hersteller stellt sich die Frage: Wie viel Silicon Valley muss in den Fahrzeugen drinstecken?

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Selbst nachdem Google seine Autopläne heruntergeschraubt hat: Der Anteil des Unternehmens an dem gegenwärtigen Hype um das autonome Fahren ist kaum zu unterschätzen. Ohne dessen forsche Tests und utopische Pläne wären die etablierten Autohersteller längst nicht so schnell und stark auf das Thema angesprungen. So ist der Eindruck entstanden: Das Silicon Valley mit den großen IT-Konzernen und Absolventen der Stanford University gibt das Tempo bei der Entwicklung des Autos von morgen vor. Wer als Autohersteller dort nicht präsent ist und gute Entwickler für sich gewinnen kann, wird abgehängt. Welcher Experte für künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen geht schon nach Stuttgart oder Ingolstadt, wenn er in Kalifornien für Google oder Apple arbeiten und mehrere Hunderttausend Dollar im Jahr verdienen kann?

Standortvorteil für IT-Konzerne

Doch eins ist klar: Keiner der großen Autohersteller oder Zulieferer wird seine Entwicklung für autonomes Fahren komplett ins Silicon Valley verlagern. Firmen wie Apple und Google oder Tesla im benachbarten Fremont haben da eindeutig einen Standortvorteil. Oder auch Nachteil: Denn die hohen Gehälter für die Entwickler müssen schließlich bezahlt werden. Den Taxidiensten Uber und Lyft mit Sitz in San Francisco wird es nicht anders gehen.

  • Das Research and Technology Center von Bosch in Palo Alto. Dort befand sich früher das Fairchield Research Center. (Foto: Bosch)
  • Bosch testet das autonome Fahren in den USA mit Elektroautos von Tesla. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In dem Wagen sind zusätzliche Laserscanner eingebaut. Er ist in Michigan angemeldet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Zwei Laserscanner befinden sich an jeder Seite neben den Rädern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein Testwagen für autonomes Fahren der früheren Generation (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die damalige Technik ist inzwischen auf Tablet-Größe geschrumpft. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Entwicklungs- und Forschungslabor von Mercedes in Sunnyvale (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nebenan befindet sich eine neue Halle für die Entwicklung autonomer Autos. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Das Research and Technology Center von Bosch in Palo Alto. Dort befand sich früher das Fairchield Research Center. (Foto: Bosch)

Die deutschen Hersteller Daimler, BMW und Volkswagen/Audi kommen um das Silicon Valley auch nicht herum. Das gilt auch für die Zulieferer Bosch und Continental/Elektrobit. Doch das Engagement unterscheidet sich beträchtlich.

Neue Halle fürs autonome Fahren

So hat Mercedes-Benz bereits 1995 ein Entwicklungs- und Forschungslabor in Sunnyvale eröffnet. In dem futuristisch wirkenden grünen Gebäude arbeiteten bis vor kurzem auch die Entwickler für das autonome Fahren. Doch das Team um Chefentwickler Axel Gern ist im Herbst 2016 ausgezogen. Nicht allzu weit weg. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat Mercedes ein neues Gebäude hingestellt. In der unauffälligen weißen Halle soll genügend Platz sein, um Software zu programmieren und gleich nebenan in den Fahrzeugen testen zu können.

Die Räume wirken so großzügig, dass selbst Google-Mitarbeiter neidisch werden dürften. In der Garage stattet Mercedes derzeit mehrere weiße Vans mit Sensoren und Steuerungstechnik aus. In einer komplett eingerichteten Schlosserei könnten die Techniker sogar mit eigenen CNC-Maschinen Bauteile herstellen. Offensichtlich will Mercedes mit diesem Ambiente gute Programmierer aus dem Silicon Valley anlocken. Immerhin eine von vier Abteilungen, die autonome Fahrzeuge der Stufe 5 entwickeln, ist in Sunnyvale angesiedelt. Das können oder wollen sich andere Hersteller offensichtlich nicht leisten.

Kein Hersteller will Trends verschlafen 

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amagol 29. Dez 2016

Es interessiert nur keinen woher sie kommen, sondern wo sie sind oder wohin sie gehen...

amagol 29. Dez 2016

Naja, die meisten werden schon eher ueber H1B oder L1 Visa ruebergehen. Bzgl...

Anonymer Nutzer 29. Dez 2016

Am Ende kommt noch ein Hersteller für Spielekarten auf die Idee eine Konsole zu bauen...



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