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Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S.
Bosch testet in den USA das autonome Fahren mit einem Tesla Model S. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Kein Hersteller will Trends verschlafen

Zwar sind nicht alle Hersteller im Silicon Valley angesiedelt, präsent sind sie aber trotzdem. So hat der Volkswagen-Konzern ebenfalls in den 1990er Jahren ein Electronic Research Lab (ERL) gegründet. Seit 2011 sitzt die Forschungseinrichtung in einem größeren Gebäude in Belmont. Dort arbeiten nach Angaben von Audi konzernübergreifend "fast 200 Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen" am Auto der Zukunft. Wie viele Mitarbeiter davon an autonomen Autos forschen, verrät der Konzern nicht. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass der überwiegende Teil der Entwicklung in Ingolstadt und Wolfsburg stattfindet.

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Ähnlich sieht es bei BMW aus. Erst vor wenigen Tagen hat Entwicklungschef Klaus Fröhlich den Bau eines Entwicklungszentrums angekündigt. Allerdings nicht in Palo Alto oder Mountain View, sondern in Unterschleißheim. Nördlich von München sollen mehr als 2.000 Mitarbeiter von der Softwareentwicklung bis hin zur Straßenerprobung die nächsten Schritte zum vollautomatisierten Fahren entwickeln. "Die Entscheidung, diese Fahrzeuge im Großraum München zu entwickeln und auf den Straßen zu erproben, verdeutlicht, wie die BMW Group und die ganze Region von diesem Wandel in der Automobilbranche profitieren können", sagte Fröhlich.

Zulieferer brauchen Nähe zu Kunden

Zwar verfügt auch BMW über ein "Technology Office" in Mountain View. Doch Angaben des Unternehmens zufolge sollen die Mitarbeiter dort auch nach neuen Technikentwicklungen Ausschau halten. Die Angst der deutschen Konzerne ist groß, neue Entwicklungen zu verschlafen und von den IT-Konzernen oder Startups wie Uber abgehängt zu werden.

Etwas anders gestaltet sich die Präsenz im Silicon Valley für deutsche Zulieferer wie Bosch oder die Continental-Tochter Elektrobit. Letztere ist mit einem kleinen Büro in San Jose vertreten. Da Bosch Komponenten sowohl für Googles Kugelautos als auch für Teslas Elektroautos liefert, ist schon aus diesem Grund eine Nähe zu den Herstellern erforderlich. Allerdings entwickelt Tesla seine Software für die automatisierten Funktionen selbst. Von Google ganz zu schweigen.

Bosch und Mercedes setzen auf Laserscanner

Interessanterweise testet Bosch seine autonomen Funktionen in den USA auch an zwei Tesla-Modellen. Was dabei allerdings auffällt: Anders als der US-Hersteller, der künftig vor allem auf Kameras setzt, hat Bosch sechs Laserscanner (Lidar) in das Model S eingebaut: einer in der Front, einer im Heck sowie jeweils zwei an den Seiten. Mercedes verfolgt derzeit denselben Ansatz. Auch die Vans verfügen über mehrere Laserscanner, zwei davon recht exponiert oberhalb der vorderen Räder.

Offenbar sind sowohl Bosch als auch Mercedes der Ansicht, dass sich ohne eine redundante Ausstattung mit Kameras, Radar und Lidar kein sicheres autonomes Fahren realisieren lässt. Für Mercedes-Entwickler Gern ist das ganz einfache Mathematik: Erst bei drei Sensoren ist es möglich, dass bei widersprüchlichen Signalen ein einzelner Sensor von zwei anderen "überstimmt" werden kann. Und ohne die seitlich angebrachten Laserscanner sei es nicht möglich, bestimmte Kreuzungssituationen in der Stadt zu erfassen.

Es ist daher kein Zufall, dass Mercedes ebenso wie andere Autohersteller mit dem kalifornischen Startup Quanergy kooperiert, das einen preiswerten Festkörper-Lidar entwickelt hat. Solche technischen Entwicklungen können entscheidend sein, um ein möglichst sicheres und gleichzeitig bezahlbares autonomes Auto auf die Straße zu bringen. Man hat daher den Eindruck, dass im Silicon Valley auf jeden Programmierer eine Art Scout oder Risikokapitalgeber kommt, damit die großen Firmen möglichst schnell einen Fuß in erfolgversprechende Startups bekommen.

 Deutsche Autohersteller: Wie viel Silicon Valley muss im autonomen Fahren stecken?US-Autokonzerne bleiben in Michigan 

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amagol 29. Dez 2016

Es interessiert nur keinen woher sie kommen, sondern wo sie sind oder wohin sie gehen...

amagol 29. Dez 2016

Naja, die meisten werden schon eher ueber H1B oder L1 Visa ruebergehen. Bzgl...

Stefan99 29. Dez 2016

Am Ende kommt noch ein Hersteller für Spielekarten auf die Idee eine Konsole zu bauen...



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