Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Deutsche Bank warnt: Nur KI-Blase hält US-Wirtschaft noch zusammen

Die KI -Blase werde bald platzen, warnt die Deutsche Bank. Sie generiere nicht genug Einnahmen, um die benötigte Rechenleistung aufrechtzuerhalten.
/ Mike Faust
148 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main (Bild: DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main Bild: DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images

Die Deutsche Bank warnt ihre Kunden in einer Forschungsnotiz davor, dass der aktuelle KI-Boom nicht nachhaltig sei. Wie Fortune berichtet(öffnet im neuen Fenster) , schreibt die Deutsche Bank, dass die KI-Blase derzeit eine Rezession der US-Wirtschaft verhindere, dies aber nicht unbegrenzt anhalten könne.

Würden die großen Technologiekonzerne nicht so viel Geld in den Bau neuer KI-Rechenzentren stecken, stünden die USA bereits in diesem Jahr vor einer Rezession, heißt es weiter. Wie Fortune ebenfalls berichtet(öffnet im neuen Fenster) , pflichtet dem der Harvard-Professor Jason Furman bei: Die KI-Investitionen hätten zuletzt vier Prozent des BIP der USA betragen, seien aber für 92 Prozent des BIP-Wachstums verantwortlich gewesen.

Um diesen Wert bereinigt hätte das BIP-Wachstum laut Furman im ersten Halbjahr 2025 bei nur 0,1 Prozent gelegen. Andere Effekte hätten den Einbruch nur teilweise kompensieren können. Die KI-Industrie rettet zwar derzeit die US-Wirtschaft, diese Art von Wachstum kann laut George Saravelos von der Deutschen Bank aber nur aufrechterhalten werden, wenn auch die Ausgaben ständig steigen.

Hinzu komme, dass ein Großteil des Wachstums durch den Bau neuer Einrichtungen von menschlichen Arbeitnehmern entstehe, wohingegen der KI-Technologie- und -Dienstleistungssektor noch keinen sinnvollen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) geleistet habe.

Nicht genug Einnahmen, um Nachfrage zu bedienen

In einem Technologiebericht der Marktanalysten Bain & Co heißt es zudem, dass KI nicht dazu in der Lage sein werde, genug Einnahmen zur Aufrechterhaltung der benötigten Rechenleistung zu generieren.

Bis zum Jahr 2030 müsste die erwartete Nachfrage nach KI-Diensten einen Jahresumsatz von zwei Billionen US-Dollar erzielen(öffnet im neuen Fenster) . Um dieser Nachfrage entsprechen zu können, fehlten weltweit allerdings immer noch 800 Milliarden US-Dollar, wobei durch KI-bedingte Einsparungen schon mit einberechnet worden seien.

Ein Großteil des US-Wachstums wird von Nvidia getragen, welches sich mit Investitionen in OpenAI und Intel die Abnahme seiner GPUs sichert . OpenAI-CEO Sam Altman möchte derweil wöchentlich ein Gigawatt KI-Rechenleistung bauen , steigert damit aber auch den Liquiditätsverbrauch des Unternehmens enorm.

Update, 8. Oktober 2025, 11:25 Uhr

Wir haben die Einschätzung von Jason Furman ergänzt.


Relevante Themen