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Leistungsstarke Engine, aber noch viel Arbeit für die Entwickler

Technisch wurde Mankind Divided im Vergleich zur Vorgängerproduktion sichtbar augmentiert. Die aus der Glacier 2 Engine hervorgegangene Dawn Engine sorgt für eine stets flüssige Bildrate, tolle Weitsicht, eine höhere Dichte an Nichtspieler-Charakteren, viele schicke Effekte beim Einsatz der zahlreichen Augmentierungen und ein deutlich mehr auf Vertikalität getrimmtes Leveldesign. Außerdem stemmt sie sämtliche Audioinhalte im Gegensatz zu Human Revolution nicht nur in Stereo, sondern endlich auch in 5.1-Surround-Sound.

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Klingt nach einer eierlegenden Wollmilchsau? Nicht ganz, denn noch offenbarte unser knapp vierstündiges Techtelmechtel mit der Vorabversion zahlreiche Stolperfallen, die das Team bis zur Veröffentlichung in knapp viereinhalb Monaten dringend in den Griff bekommen sollte. Allen voran störende KI- und Physikaussetzer: Im Prag-Level zum Beispiel führte ein minutenlanger Schusswechsel letztendlich dazu, dass zwei Wachposten mit ausgestreckten Armen wie versteinerte Ampelmännchen in der Gegend herumstanden. Ihr wütendes Gebrabbel ertönte dabei weiter durch die Lautsprecher, was die Szene umso bizarrer erscheinen ließ.

  • Um ins Hauptquartier der zwielichtigen Dvali-Gangsterfamilie in Prag zu gelangen, muss sich Protagonist Adam Jensen mit zielsicheren Scharfschützen, dickhäutigen Wachrobotern und schießwütigen Ganoven auseinandersetzen. (Bild: Square Enix)
  • Anti-Terror-Spezialist auf zwei Beinen: Jensens Körper strotzt nur so vor künstlichen Implantaten, die sich erneut mithilfe von sogenannten Praxis-Upgrades aufrüsten lassen. (Bild: Square Enix)
  • Die neue Dawn-Engine stemmt das Gebotene auf Konsole mit flüssigen 30 Bildern pro Sekunde und sorgt immer wieder für wunderschöne Aussichten. (Bild: Square Enix)
  • Vaclav Koller baut Kunden mit prall gefüllter Geldbörse so ziemlich jede Augmentierung ein und ist nur einer von vielen charismatischen Nichtspieler-Charakteren. (Bild: Square Enix)
  • Die rasiermesserscharfen Nanoblade-Klingen lassen sich erstmals abfeuern und später sogar mit Sprengstoff bestücken. (Bild: Square Enix)
  • Das Deckungssystem wurde einer Frischzellenkur unterzogen und fühlt sich nun viel dynamischer an. Tippt der Spieler in dieser Szene auf die X-Taste, verschanzt sich Jensen umgehend hinter der Barrikade in der Bildmitte. (Bild: Square Enix)
  • Als Produzent des Spiels hält Olivier Proulx die Fäden der einzelnen Entwicklungsabteilungen zusammen.  (Bild: Square Enix)
  • Gameplay-Direktor Patrick Fortier ist ein echter Veteran der Branche und schon seit über 15 Jahren im Geschäft. (Bild: Square Enix)
Um ins Hauptquartier der zwielichtigen Dvali-Gangsterfamilie in Prag zu gelangen, muss sich Protagonist Adam Jensen mit zielsicheren Scharfschützen, dickhäutigen Wachrobotern und schießwütigen Ganoven auseinandersetzen. (Bild: Square Enix)

Darüber hinaus begegneten wir einer sich ständig selbst heilenden Fensterscheibe, mehreren sekundenlang zuckenden Ragdoll-Leichen und Dutzenden Objekten, deren physikalisches Gewicht völlig unglaubwürdig simuliert wurde.

Die gute Nachricht: Über einen Großteil dieser Ungereimtheiten ist man sich in Montreal bereits im Klaren und kommunizierte sie daher direkt in der Einführungspräsentation. Ein sehr transparenter Ansatz, wie wir finden - und einer, der Hoffnung gibt, dass uns ein Bug-Debakel wie bei Ubisofts Assassin's Creed Unity erspart bleibt.

Fazit

Schon jetzt bietet Deus Ex: Mankind Divided nahezu alle Komponenten, um in der Königsklasse der Action-Rollenspiele zu bestehen. Die Atmosphäre ist zum Schneiden dicht, die Story macht unglaublich neugierig, der Multipath-Ansatz scheint voll aufzugehen und auch die Technik hinterlässt - vom nötigen Feintuning mal abgesehen - einen vielversprechenden Eindruck. Ergänzt man nun noch die emotional aufwühlenden Dialoge, die charismatischen Charaktere, die zahlreichen neuen Augmentierungen sowie die großartige Soundkulisse, bleibt ein Cyberpunk-Abenteuer mit Hit-Qualitäten. Das gilt insbesondere dann, wenn Eidos Montreal den leider nur grob skizzierten Social-Hacking-Ansatz konsequent umsetzt.

Deus Ex: Mankind Divided ist ab dem 23. Februar 2016 für PC, Playstation 4 und Xbox One erhältlich.

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Poison Nuke 14. Okt 2015

wie kommt man bei HR mit Ballern besser durch? Gerade bei dem Teil war der Schleichen...

dbettac 12. Okt 2015

Dochdoch, es hat nur ewig gedauert. Unterm Strich hat es mich aber gewurmt, dass ich ihn...

ndakota79 09. Okt 2015

Vergessen wir CD Project Red nicht! Ich erwarte fast, dass Cyperpunk 2077 besser wird...


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