Schleichen oder Schießen?
Endlich den Controller in der Hand, folgt bereits der erste Aha-Moment für Fans. Denn die Story startet direkt mit einer interaktiven Zwischensequenz. Im Smalltalk mit unserem Vorgesetzten Miller dürfen wir anhand von Multiple-Choice-Fragen entscheiden, wie wir die anstehende Dubai-Herausforderung - die Konfrontation mit einer Waffenschmugglerbande namens The Jinn in Angriff angehen möchten. Letale oder nicht letale Munition? Nah- oder Fernkampfwaffen? Serientypisch haben wir die Qual der Wahl - und bestimmen damit zugleich, ob wir eher den Pfad des Leisetreters oder den des rücksichtslosen Rambos einschlagen.
Wichtigster spielerischer Unterschied zu Human Revolution: Ab sofort gilt Schleichen nicht mehr als der Königsweg, eine Mission zu lösen. Weil sämtliche Aspekte des Kampfsystems (Shooter-Steuerung, Zerstörbarkeit der Umgebungen, Munitionsvielfalt, Waffen-Upgrade-Optionen, Cover-Mechanik und so weiter) spürbar verfeinert wurden, kommt man in beiden Demo-Abschnitten mit roher Gewalt demnach genauso gut voran wie auf leisen Sohlen. Das gilt vor allem dann, wenn Jensen die zahlreichen zur Verfügung stehenden Augmentierungen passend zu seinem Spielstil einsetzt.
Wer beispielsweise immer wieder Wachen übersieht und ständig in Feuergefechte verwickelt wird, sollte mit dem Titan-Shield-Implantat liebäugeln. Auf Knopfdruck legt sich dann für einige Sekunden ein nahezu undurchdringbarer stacheliger Hightech-Panzer um Jensens Körper und absorbiert anfliegende Kugeln, lodernde Flammen, umherfliegende Granatsplitter und andere Widrigkeiten.
Oder man zückt Adams getunten Mechanik-Arm und tackert Gegner mit Fernkampf-Nanoblades - verschießbare, rasiermesserscharfe Klingen - wie ein lebendes Plakat an die nächstbeste Hauswand. Pyromanen schwören übrigens auf die Sprengstoffvariante der Fernschuss-Nanoblades. Einfach abwarten, bis sich mehrere Feindeinheiten an einem Fleck tummeln, Sprengstoff-Klinge abfeuern und kurz hinter einer Deckung innehalten - den Rest erledigt die Druckwelle.
Gleichberechtigung für alle Zielgruppen
Doch keine Sorge: Trotz der massiv erhöhten Action-Komponente fühlen sich auch die Stealth- und Hacking-Elemente nach wie vor fantastisch an. Zum einen, weil jedes Demolevel mit etlichen Zugangspunkten zu abgesicherten Bereichen aufwartet. In Prag zum Beispiel lässt sich eine defekte Hebebühne mit einer Biozelle wieder flottmachen, wodurch Jensen völlig konfliktfrei ins Innere einer gegnerischen Hochburg eindringen kann. Alternativ verschmelzen wir dank Glass-Shield-Modul wie ein Chamäleon mit der Umgebung und gelangen schließlich durch einen schlecht bewachten Lüftungsschacht ans Ziel - um nur zwei von vielen Pfaden zu nennen.
Zum anderen, weil eine Vielzahl neuer Augmentierungen den Schleichansatz wunderbar unterstützt. Exemplarisch hierfür steht das Remote-Hacking-Upgrade: Mit seiner Hilfe kann Jensen ins Fadenkreuz genommene Kameras und Wachdrohen erstmals aus der Distanz heraus für einen Zeitraum von etwa 30 Sekunden lahmlegen und dann unbemerkt an ihnen vorbeihuschen. Nicht minder praktisch ist der Ikarus Dash, womit wir uns in Bruchteilen einer Sekunde und nahezu unbemerkt an speziell markierte Orte im Level katapultieren. Das Schöne am bisher Präsentierten: Wann der Spieler wie vorgeht, muss er immer komplett selbst entscheiden. Auf einen optimalen Weg durch einzelne Abschnitte wird bewusst verzichtet.
Wenn Deus Ex: Mankind Divided Ende Februar 2016 erscheint, sollen sich viele Konflikte zudem durch cleveren Einsatz sozialer Fähigkeiten lösen lassen. Dieses Spielelement wurde uns leider noch nicht in Aktion gezeigt, meint aber strenggenommen, dass Jensen Nicht-Spielercharakteren unter anderem solange zuredet, bis die nach seiner Pfeife tanzen. Beziehungsweise sich ergeben oder Dinge für ihn tun, die letztendlich ausschließlich durch geschickte Dialogführung bewirkt wurden.
Die Macher sagen, dass sich die Story sogar komplett durchspielen lassen soll, ohne auch nur einen einzigen Gegner in die ewige Jagdgründe zu schicken - und ja, das schließt Bossbegegnungen mit ein!
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| Deus Ex Mankind Divided angespielt: Packender Genre-Hybrid mit verstörendem Zukunftsszenario | Leistungsstarke Engine, aber noch viel Arbeit für die Entwickler |










wie kommt man bei HR mit Ballern besser durch? Gerade bei dem Teil war der Schleichen...
Dochdoch, es hat nur ewig gedauert. Unterm Strich hat es mich aber gewurmt, dass ich ihn...
Vergessen wir CD Project Red nicht! Ich erwarte fast, dass Cyperpunk 2077 besser wird...