Verfügbarkeit und Fazit

In all diesen Abschnitten können bei Fehlentscheidungen nicht nur Nebenfiguren sterben, sondern auch Hauptcharaktere. Soweit wir die Sache verstehen, bleibt das Spiel aber immer lösbar. Besonders schwierig ist Detroit Become Human trotzdem nicht, auch nicht in der etwas weniger simplen der zwei Schwierigkeitsstufen. Für einen Durchgang der Kampagne haben wir rund neun Stunden benötigt, der Wiederspielwert ist aber hoch: Wir können die jeweiligen Episoden nachträglich noch einmal absolvieren, andere Entscheidungen treffen oder uns bei einem Verhör geschickter anstellen, was durchaus größere Auswirkungen auf die Gesamthandlung hat.

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Grafisch macht Detroit eine gute Figur. Die Umgebungen sind liebevoll ausgearbeitet, Animationen und die Mimik der Androiden wirken glaubwürdig. Viele Szenen sind aufwendig wie Hollywoodproduktionen geschnitten.

Übrigens spielt das Programm nicht sonderlich viel in Hightech-Umgebungen, sondern auch in Schneelandschaften, alten Häusern, Parks und auf Friedhöfen - es geht also abwechslungsreich zu, ohne dass der rote Faden aus dem Auge verloren wird. Das liegt aber auch daran, dass die Entwickler subtil immer wieder ähnliche Stilmittel verwenden. Wer an so etwas Freude hat, sollte mal verstärkt auf Szenen mit Augen, Händen und Türen achten.

  • Androidin Kara muss sich von ihrem Meister Todd viel gefallen lassen. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Bordell untersuchen wir ein Mordopfer. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Markus malt erstaunlich emotional - obwohl er ein Android ist. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Connor hilft der Polizei bei der Aufklärung von Mordfällen. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Der Detective ist ein echter Mensch - mit ziemlich großen seelischen Problemen. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Mit ein paar Tastendrückern entdeckt ein Android seine "Seele". (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Die Handlung besteht aus unzähligen Abschnitten, die dieses Diagramm zeigt. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Den vom Programm vorgebenen Weg können wir nicht verlassen, offene Abschnitte gibt es keine. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Bei gedrückter R2-Taste können wir die Gegend nach nutzbaren Objekten scannen. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • In der Welt von Detroit gibt es auch nicht ganz so perfekte Androiden. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Markus hilft als Android seinem Besitzer, einem Künstler. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
  • Die Belegung des Gamepad wirkt aufgeräumt und sinnvoll. (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)
Mit ein paar Tastendrückern entdeckt ein Android seine "Seele". (Bild: Quantic Dream/Screenshot: Golem.de)

Detroit Become Human erscheint am 25. Mai 2018 nur für die Playstation 4. Auf der PS4 Pro unterstützt das Spiel 4K-Auflösungen via Checkerboard-Rendering - sonst finden sich keine technischen Unterschiede zwischen den Plattformen. Das Programm ist vollständig und gut lokalisiert, neben der deutschen Sprachausgabe lassen sich auch eine englische Tonspur und Untertitel auswählen. Es gibt weder Mikrotransaktionen noch einen Multiplayermodus. Die USK hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erteilt.

Fazit

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Natürlich kann Detroit Become Human nichts dafür, dass es das erste PS4-exklusive Spiel nach God of War ist. Aber im direkten Vergleich fällt eben auf, dass beide Games bei allen riesigen Unterschieden eines gemein haben: Beide erzählen eine spannende und berührende Handlung. Aber während wir uns mit Kratos mitten in der Geschichte befinden, überlässt uns Detroit über weite Strecken nur die Rolle des passiven Knöpfchendrückers.

Das ist schade! Denn in den wenigen Momenten, in denen wir Kara und die anderen Androiden etwa bei einer interaktiven Verfolgungsjagd steuern, ihnen beim Lösen von Rätseln oder beim Verhören von Verdächtigen helfen, gewinnt Detroit enorm an Dramatik gegenüber dem großen Rest, in dem wir für letztlich überflüssige Eingaben zum Gamepad greifen müssen.

Immerhin: Die eigentliche Handlung gefällt uns richtig gut. Detroit ist hervorragend geschrieben, animiert und geschnitten. Die Geschichte der Androiden wirkt auch im Vergleich mit früheren Werken von Quantic Dream viel erwachsener und intelligenter, vor allem gegenüber dem direkten Vorgänger Beyond Two Souls.

Die relativ kurzen Episoden mit jeweils einer anderen Hauptfigur sorgen für Abwechslung und viele gelungene Cliffhanger, dazu kommen echte Überraschungen. Schön auch, dass die Geschichte zum Nachdenken über aktuelle Themen anregt: über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, aber auch über künstliche Intelligenz und Ethik.

Wer sich einfach ein paar Stunden diesen interaktiven Film angucken möchte, kommt bei Detroit Become Human auf seine Kosten - zumal der Wiederspielwert dank der vielfältigen Handlungsverläufe hoch ist. Wem das aber alles spielerisch zu belanglos ist, der hofft wie wir darauf, dass Quantic Dream irgendwann mal eine Möglichkeit findet, seine tollen Geschichten mit tollem Gameplay zu verbinden.

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 Detroit Become Human im Test: Putsch der Plastikmenschen
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MickeyKay 30. Mai 2018

Das "nur" fehlt aber nur, wenn der Autor das auch aussagen wollte. Ich hoffe mal, dass DU...

Clown 30. Mai 2018

Absolut! Naja, letzten Endes geht es bei "Tests" von Spielen, Filmen etc ja um nichts...

TheUnichi 27. Mai 2018

Mal überlegt....dass genau das die Zielgruppe ist? Das Spiel ist ein interaktiver Film...

Unix_Linux 25. Mai 2018

Cool . Bin dabei ! Freundin ist bei ihrer Mutter übers we. Da hat man dann seine Ruhe...



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