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Detainee Policies: Wikileaks veröffentlicht US-Richtlinien zu Gefangenen

Unter dem Namen "Detainee Policies" hat Wikileaks begonnen, als geheim eingestufte Dokumente der US-Regierung zu veröffentlichen. Diesmal handelt es sich um Richtlinien zur Verwahrung von Gefangenen.

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Wikileaks veröffentlicht vertrauliche Leitfäden zum Umgang mit Gefangenen.
Wikileaks veröffentlicht vertrauliche Leitfäden zum Umgang mit Gefangenen. (Bild: Wikileaks)

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat abermals vertrauliche Dokumente der US-Regierung veröffentlicht. Die "Detainee Policies" sind Leitfäden für die Verwahrung von Gefangenen in den Lagern Camp Delta in Guatanamo Bay auf Cuba oder in Camp Bucca im Süden Iraks, das bereits im September 2009 geschlossen wurde.

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Die meisten der zehn bislang veröffentlichten Dokumente stammen aus der Zeit kurz nach dem 11. September 2001 und des Irak-Krieges. Sie enthalten unter anderem Notfallpläne für Gefangenenunruhen oder einen Leitfaden für die Behandlung von "Kriegsgefangenen und anderen Häftlingen". Außerdem hat Wikileaks einige Handbücher zur Standardvorgehensweise (SOP, Standard Operating Procedure) in verschiedenen Gefangenenlagern auf seiner Webseite als PDF-Dateien veröffentlicht.

In den nächsten Wochen will Wikileaks weitere Dokumente öffentlich machen. Sie sollen eine chronologische Dokumentation des Umgangs der USA mit Gefangenen in ihren Lagern ermöglichen. Laut Wikileaks sollen künftig veröffentlichte Dokumente aus den Jahren 2004, 2005 und 2008 auch Leitlinien zu Verhörtaktiken umfassen. Die Enthüllungsplattform hat nach eigenen Angaben aber keine schriftlichen Hinweise zu Verhören mit Folter gefunden.

Die ersten zehn veröffentlichten Dokumente stehen auf der Wikileaks-Webseite zum Download bereit.

Keine Werbebanner mehr

Zuletzt hatten Werbebanner auf der Wikileaks-Plattform für Kritik gesorgt. Sie wurden eingeblendet, wenn Nutzer Dokumente von der Webseite herunterladen wollten. Inzwischen sind sie wieder verschwunden.

Seit mittlerweile 129 Tagen verharrt Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Ursprünglich sollte er nach Schweden ausgeliefert werden, wo er zu Vorwürfen wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung befragt werden soll. Assange sieht darin einen Vorwand, um ihn später an die USA auszuliefern.

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