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Detaillierte Beschreibung: So integriert OpenAI Werbung in ChatGPT

Ein Softwareentwickler hat sich die Werbeintegration von ChatGPT angesehen und gibt Tipps, wie sich das Tracking minimieren lässt.
/ Mike Faust
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Die Auswahl der Werbung bei ChatGPT erfolgt kontextbezogen. (Bild: Matheus Bertelli)
Die Auswahl der Werbung bei ChatGPT erfolgt kontextbezogen. Bild: Matheus Bertelli

Der Softwareentwickler Buchodi hat detailliert die technische Funktionsweise der Werbeplattform von OpenAI beschrieben. In einem Beitrag auf seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) zeigt er auf, wie Anzeigen direkt in die Antworten von ChatGPT integriert und Nutzeraktivitäten auch auf den Webseiten der Händler erfasst werden. Der Prozess der Werbeintegration besteht laut Buchodi aus der ChatGPT-Schnittstelle und der Händlerseite.

In ChatGPT werden Anzeigen als strukturierte Objekte (single_advertiser_ad_unit) direkt in den Datenstrom der Konversation eingefügt. Diese Objekte enthalten Informationen wie Markennamen, Logos sowie Bilder und werden von OpenAI gehostet. Die Auswahl der Werbung erfolgt kontextbezogen anhand des Gesprächsinhalts, zwischen Nutzern und KI-Assistenten.

Um Klicks sicher zuordnen zu können, verwendet OpenAI vier mit dem symmetrischen Verschlüsselungsverfahren Fernet gesicherte Token. Dabei dienen ads_spam_integrity_payload der serverseitigen Prüfung gegen manipulierte Klicks, oppref als zentraler Token für die Erfolgsmessung, der in der URL mitgeführt wird, olref für das Logging ausgehender Links und ad_data_token für den Abgleich zusätzlicher Metadaten.

OpenAI trackt auch Nachfolgeaktionen

Wenn Nutzer auf eine Anzeige klicken, öffnet sich der Link meist in einem In-App-Webview von ChatGPT, heißt es weiter. Auf der Website des Händlers kommt dann ein Tracking-SDK namens OAIQ zum Einsatz, welches den oppref-Token aus der URL ausliest und für 30 Tage in einem First-Party-Cookie speichert.

Jede nachfolgende Aktion von Nutzern auf der Website (z. B. das Ansehen eines Produkts) wird vom SDK per JSON-Event an OpenAI zurückgemeldet. Dadurch kann OpenAI genau nachvollziehen, welche Interaktionen auf der Händlerseite auf welche Anzeige in ChatGPT zurückzuführen sind.

Zum Abschluss empfiehlt Buchodi, die Domains bzrcdn.openai.com und bzr.openai.com zur Filterliste hinzuzufügen, um durch von ChatGPT-Werbung ausgelöste Ereignisse zu blockieren. Zudem kann der Browser nach jedem von ChatGPT empfohlenen Klick auf Cookies __oppref und __oaiq_domain_probe überprüft werden.

OpenAI begann im Januar 2026 mit der Schaltung von Werbung in ChatGPT auf dem US-Markt. Das Pilotprogramm läuft seitdem schleppend und Werbetreibende können ihre Budgets nicht ausschöpfen.


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