Destiny 2: Netease steigt mit 100 Millionen US-Dollar bei Bungie ein

Das chinesische Onlineunternehmen Netease beteiligt sich für einen Millionenbetrag am Destiny-2-Entwickler Bungie. Die Firmen wollen gemeinsam neue Spielereihen produzieren.

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Screenshot aus der Kampagne von Destiny 2.
Screenshot aus der Kampagne von Destiny 2. (Bild: Bungie/Screenshot: Golem.de)

Für 100 Millionen US-Dollar kauft das chinesische Onlineunternehmen Netease eine Minderheitsbeteiligung an Bungie. Wie viel genau Netease für sein Investment an dem traditionsreichen US-Entwicklerstudio bekommt, ist nicht bekannt. Ebenso ist unklar, ob der Vertrag auch eine Option für weitere Firmenanteile oder eine vollständige Übernahme vorsieht, was in der Branche durchaus nicht ungewöhnlich wäre.

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Auf das operative Geschäft bei Bungie soll die Transaktion keine Auswirkungen haben, das Studio soll weiterhin eigene Entscheidungen treffen können. Gemeinsam wolle man aber daran arbeiten, "neue Spiele zu produzieren und dafür sorgen, dass Bungie ein weltweit tätiges Unternehmen mit mehreren Marken wird." Dafür verantwortlich ist Kreativchef und Mitgründer Jason Jones, der mit der Entwicklung "neuer Welten" beginnen soll. Die zuständigen Teams sollen neu aufgebaut werden.

Bei Destiny 2, an dem Bungie zusammen mit Activision arbeitet, soll der Deal hingegen auch langfristig keine Auswirkungen haben, schreibt das Team unter anderem in seinem Blog: "Destiny ist ein Erlebnis, das noch viele Jahre weiter wachsen wird."

In den nächsten Wochen und Monaten dürfte sich allerdings viel tun, jedenfalls erwartet die Community im Rahmen der Spielemesse E3 Informationen über neue Inhalte. Besonders gut ist die Stimmung bei den Spielern allerdings nicht, weil es regelmäßig Pannen und Probleme mit dem Titel gibt. Gerade eben hatte Bungie zugegeben, dass ein legendärer Revolver aufgrund eines Programmfehlers nicht als Belohnung aufgetaucht ist - nachdem viele Spieler etliche Tage damit verbracht hatten, die nötigen Aufgaben immer und immer wieder zu absolvieren.

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Netease hat seinen Sitz in Peking, die Firma betreibt in China unter anderem eine eigene Suchmaschine, einen Streamingdienst und Verkaufsplattformen. Außerdem bietet sie mehrere, teils sehr große Mobile- und Onlinegames an. Im Westen ist Netease vor allem bekannt, weil es Games wie World of Warcraft, Overwatch und Hearthstone zusammen mit Blizzard in China anbietet. Titel von Bungie, derzeit vor allem Destiny, werden dort bislang weder Netease noch von einem Konkurrenten vermarktet.

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