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Destiny 2: Bungie bekommt 12 Millionen US-Dollar von Cheat-Verkäufer

Nachdem der Anbieter einen Gerichtstermin versäumt hat, hat Bungie nun Recht bekommen – und Anspruch auf 2.000 US-Dollar pro verkauftem Destiny -2- Cheat .
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Daniel Ziegener
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Bungie packt im Kampf gegen Cheater schwere Geschütze aus. (Bild: Bungie)
Bungie packt im Kampf gegen Cheater schwere Geschütze aus. Bild: Bungie

Ein US-Gericht hat Bungie Schadensersatz in Höhe von 11,696 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) zugesprochen. Der Spieleentwickler hatte den rumänischen Betreiber von Veterancheats verklagt, der Cheats für Destiny 2 angeboten hatte. Das Gericht veranschlagte zur Ermittlung des Betrags 2.000 US-Dollar pro verkaufter Cheat-Anwendung.

Veterancheats wurde vom Gericht außerdem untersagt, Social-Media- und Messengerdienste wie Facebook, Youtube, Discord oder Telegram zu verwenden, um seine Cheats zu bewerben oder zu verkaufen. Die Webseite ist bislang weiterhin online.

Ursprüngliche Meldung vom 15. Februar 2023:

Bungie zieht im Kampf gegen Cheater vor Gericht. Nachdem Vertreter des Cheat-Software-Anbieters Veterancheats nicht zu einem Termin erschienen sind, besteht der Entwickler von Destiny 2 nun auf einem Versäumnisurteil, wie aus Gerichtsunterlagen(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht. Das Unternehmen fordert insgesamt eine Summe von 12.059.912,98 US-Dollar für Schadenersatz und Anwaltskosten. Als Betreiber der Seite will Bungie eine Einzelperson aus Rumänien identifiziert haben.

Laut Daten des Zahlungsanbieters Stripe wurden über die Webseite von Veterancheats 5.848 Cheats für Destiny verkauft. Bungie bewertet die Handlungen als "eindeutig vorsätzlich und rechtswidrig" . Die Anwälte des Unternehmens setzen pro verkauftem Cheat 2.000 US-Dollar als Schadenersatz an und kommen so auf eine Summe von 11,696 Millionen US-Dollar. "Wenn die Destiny-2-Spielergemeinschaft von Bungie unzufrieden ist, spielen die Spieler seltener oder verlassen das Spiel sogar ganz" , begründete Bungie den entstandenen Schaden.

Bungie will eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, die es dem Betreiber von Veterancheats untersagt, Betrugssoftware "zu entwickeln, zu vermarkten, zu vertreiben, damit zu handeln oder anderweitig von Software für Destiny 2 oder andere Spiele von Bungie zu profitieren." Die Software verschaffe Spielern einen unfairen Vorteil in dem MMO. Momentan bietet Veterancheats keine Cheats für Destiny 2 an.

Bereits 2021 hatte Bungie mehrere Verfahren(öffnet im neuen Fenster) gegen Anbieter von Cheat-Software für seinen Onlineshooter Destiny 2 angestoßen. Ziel dieser Gerichtsverfahren waren die Verkäufer Elite Boss Tech, Ring-1 und Veterancheats. Gegen Letzteren hatte Bungie im August 2021 Klage eingereicht.

Destiny 2 Beyond Light – Trailer (Gamescom 2020)
Destiny 2 Beyond Light – Trailer (Gamescom 2020) (01:57)

Bungie hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Cheatern in Destiny und Destiny 2. Bereits 2016 verkündete das Unternehmen , dass ein ganzer Stab von Mitarbeitern daran arbeite, Cheater aufzuspüren und aus dem Spiel zu bannen.

Cheats sind in modernen Computer- und Videospielen externe Anwendungen (g+) wie Wallhacks, die freie Sicht durch Wände und Hindernisse erlauben, oder Aimbots, die beim Zielen in Shootern assistieren. Der Spielehersteller Activision Blizzard setzte bei Call of Duty und Overwatch 2 zuletzt auf die verpflichtende Angabe einer Telefonnummer , um Nutzer von Cheatanwendungen dauerhaft sperren zu können.


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