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Desktopvirtualisierung: VMware kommt Amazon zuvor

Während Amazon schon lange über einen "kompletten virtuellen Desktop in der Cloud" redet, hat VMware dazu jetzt vollendete Tatsachen geschaffen. Horizon heißt dessen neuer Desktop-as-a-Service, für den es bereits leistungsstarke Implementierungen gibt.
/ Harald Weiss
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Bild: VMware

VMware hat seine vollständige VDI-Lösung Horizon(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, die auf der Desktone-Akquisition vom vergangenen Jahr basiert. Damit ist es Amazon zuvorgekommen, das im vergangenen November auf einer Veranstaltung in Las Vegas seine Workspace-Lösung angekündigt hat(öffnet im neuen Fenster) - die aber bislang nur als begrenzte Preview verfügbar ist.

An sich ist VDI (Virtuelle Desktop-Infrastruktur) nicht neu, doch ein Durchbruch ist dieser eigentlich sinnvoll erscheinenden Lösung bislang nicht gelungen. Vielfach werden neben Performance- auch immer wieder Administrationsprobleme als Gründe genannt. Vor allem bei gemischten Infrastrukturen mit virtuellen und realen Endgeräten waren die bisherigen Lösungen häufig zu wenig flexibel. An diesem Punkt setzen Amazon und VMware mit neuen VDI-Angeboten an.

VMware nennt seine Lösung nicht VDI, sondern passend zu den anderen Cloud-Abkürzungen DaaS (Desktop-as-a-Service). Laut VMware zeichnet sich Horizon vor allem durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. So lassen sich nicht nur alle Arten von Desktops, Laptops und Thin-Clients anschließen, sondern auch alle iOS- oder Android-Systeme. Die Client-Images kommen von VMwares vCloud-Hybrid-Service-Plattform und für das Managen der Systeme stehen die VMware-Tools vSphere und vCenter zur Verfügung. Die Lösung kostet 35 Dollar pro User und Monat.

Basis für Dells virtuelle Workstations

Wie leistungsstark die neue Horizon-Plattform ist, zeigt sich unter anderem daran, dass Dell diese Infrastruktur bereits zur Basis für seine neuen virtuellen Workstations ausgewählt hat. In dem neuen Workstation Virtualization Center of Excellence am Firmenhauptsitz in Austin kommt VMwares Horizon View auf speziell konfigurierten Poweredge-R720-Rack-Servern zum Einsatz(öffnet im neuen Fenster) . Laut Dell eignet sich diese Cloud-Lösung vor allem für CAD/CAM-Anwendungen, zumal es hierzu bereits eine Zertifizierung für Siemens-PLM gibt. Auch mit Autodesk, Solidworks und PTC soll es bereits in Kürze zertifizierte Referenzarchitekturen geben.


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