Desktop Summit 2013: Kollaborative Projekte für Gnome, KDE, Unity und Razor-Qt

Vertreter der Desktops Gnome, KDE, Razor-Qt und Unity haben auf dem diesjährigen Desktop-Summit 2013 in Nürnberg ihre Pläne für die gemeinsame Umsetzung verschiedener Projekte besprochen(öffnet im neuen Fenster) . Unter anderem soll die Unterstützung für D-Bus ausgeweitet werden. Eine gemeinsame Umsetzung des Identitätsdienstes Accountservice und weitere Funktionen für den Mülleimer standen ebenfalls auf der Agenda.
Statt als Binärdatei aufgerufen zu werden, sollen Desktopapplikationen künftig über D-Bus gestartet werden. Dazu soll D-Bus entsprechend erweitert werden(öffnet im neuen Fenster) . Zusätzlich soll ein neuer Eintrag in die Desktop-Beschreibungsdateien Einzug halten, der festlegt, ob eine Anwendung die entsprechende Funktion unterstützt. Zudem wurden die Pläne des Kernel-Entwicklers Greg Kroah-Hartman erörtert, die eine kernelseitige Umsetzung eines D-Bus-Protokolls vorsehen . Die Entwickler der Desktops haben ihrerseits Vorschläge für die entsprechenden APIs gemacht und die Umsetzung für die dazugehörigen Bibliotheken besprochen.
Konsolidierung von .desktop-Dateien
Außerdem diskutierten die Entwickler ein neues Dateiformat für die Desktop-Beschreibungsdateien, die künftig in einem einzigen Verzeichnis gecacht und indiziert werden sollen. Mit dem neuen Format soll es möglich sein, die .desktop-Dateien schneller zu durchsuchen, etwa um zu bestimmen, welche Datentypen eine bestimmte Anwendung unterstützt. Damit sollen nicht nur die Festspeicherzugriffe, sondern auch der Speicherverbrauch durch die Verwendung von mmap reduziert werden.
Der Trash-Ordner soll künftig einen Warnhinweis geben, wenn er eine bestimmte Größe erreicht. Außerdem wurde eine gemeinsame Umsetzung der Identitätsverwaltung Accountservice besprochen. Der in Gnome 3 verwendete Dienst soll künftig auch in anderen Desktops genutzt werden können, etwa die dort gespeicherten Identitätsdaten.
Ein Maintainer-Team, bestehend aus je einem Entwickler aus den Projekten KDE SC, Gnome und Unity, wird die Pflege der Freedesktop-Spezifikationen in allen drei Desktops überwachen, wie sie in den Xdg-Mailinglisten besprochen und beschlossen werden. Diese Mailinglisten sollen künftig wieder eine zentrale Anlaufstelle für Entwickler aller Desktopprojekte werden.



