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Desktop: Mozilla arbeitet an H.264-Unterstützung für Firefox

Die Betaversion von Firefox für Android unterstützt bereits das Abspielen von Videos im Format H.264 und auch die Desktopversion von Mozillas Browser soll das Videoformat künftig unterstützen.
/ Jens Ihlenfeld
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Mozillas Technikchef Brendan Eich (Bild: Mozilla)
Mozillas Technikchef Brendan Eich Bild: Mozilla

Mozilla arbeitet derzeit daran, auch seinen Desktopbrowser um Unterstützung für den Videocodec H.264 zu erweitern. Mozilla lehnt es weiterhin ab, den mit Patenten behafteten Codec direkt in den Browser zu integrieren, da eine Weiterverteilung und Änderung des Browsers durch Dritte damit unmöglich werden würde. Stattdessen setzt Mozilla auf die im jeweiligen Betriebssystem vorhandene Infrastruktur zur Wiedergabe von Audio und Video.

Die Beta von Firefox 17 für Android enthält bereits eine entsprechende Lösung, bei der Desktopversion von Firefox gestaltet sich die Umsetzung aber etwas aufwendiger, da jedes Betriebssystem eine andere Lösung erfordert. Für Linux setzt Mozilla auf GStreamer(öffnet im neuen Fenster) und ist mit der Umsetzung vergleichsweise weit. Unter Windows soll Windows Media Foundation(öffnet im neuen Fenster) genutzt werden, unter Mac OS X AV Foundation(öffnet im neuen Fenster) .

Damit würde Firefox auch auf dem Desktop in die Lage versetzt werden, patentbehaftete Codecs wie H.264, aber auch AAC und MP3 abzuspielen, was derzeit nicht der Fall ist.

Eine Sonderlösung ist für Windows XP notwendig: Hier erwägt Mozilla, auf Adobe Flash zurückzugreifen, da dem Betriebssystem eine entsprechende Codec-Unterstützung fehlt.

Mozillas Technikchef Brendan Eich hatte im März 2012 die Gründe für Mozillas Strategiewechsel(öffnet im neuen Fenster) ausführlich dargelegt: Demnach kommt Mozilla im mobilen Bereich nicht umher, H.264 zu unterstützen, will man einen wettbewerbsfähigen Browser anbieten, schließlich liegen die meisten Videos im Web in diesem Format vor. Das gilt auch für Videos, die direkt mit den entsprechenden HTML5-Tags abgespielt werden.

Mozilla will aber weiter für lizenzfreie Formate kämpfen. Der nächste Kriegsschauplatz sei dabei WebRTC , so Eich(öffnet im neuen Fenster) .


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